Archive for the ‘Weisheit’ Category

Kschipra sagt

März 11, 2019

Aus Nichts kann auch Nichts werden.

Es gibt im Prinzip nur zwei mögliche Blickwinkel. Der Blick aus der Person heraus. Dieser ist von Wünschen, Erwartungen und Befürchtungen geprägt. Die Person (Ego, Ich, Selbst, Name…) möchte natürlich gute Gefühle erleben und negative loswerden. Ihr Sinnen und Trachten ist darauf ausgerichtet.

Der „Blick“ jenseits der Person hat all die Probleme nicht, die mit der Person verbunden sind. Aber wer blickt da? Der blicklose Blick?

 

Kshipra sagt

März 20, 2018

Alles im Leben ist vergänglich…

Das ist so ähnlich wie an einem sehr heißen Tag ein Eis zu essen,

das Eis schmilzt schneller als man lecken kann.

Kshipra sagt

Februar 2, 2018

Kshipra sagt: „Auch wenn es immer wieder gesagt wird, ist es doch nie ausgesprochen worden.“

Karma-Formationen

August 17, 2017

Die astrologischen Konstellationen zeigen das kollektive Karma an. Wenn diese Konstellationen (Transite etc.) auf dementsprechende Anteile im persönlichen Horoskop treffen, dann wird das an sich kollektive Karma individuell. Angenommen ein rückläufiger Merkur steht u.a. für Probleme im Verkehr, auf Reisen etc., dann wird mich das nur dann treffen, wenn der rückläufige Merkur in der Zeit meiner Reise Punkte in meinem individuellen Horoskop berührt und oder aktiviert. Anders gesagt, werde ich, wenn mich der rückläufige Merkur „trifft“, genau zu dem Zeitpunkt eine Reise machen.

Unser grundlegendes Karma, welches wir in dieses Leben mitbringen, lässt sich am Geburtshoroskop ablesen. Dieses individuelle Karma wird dann durch Transite etc. aktiviert. Bin ich demnach „Opfer“ meines Karma oder kann ich hier etwas verändern? Ich erzeuge ja ständig „neues“ Karma durch mein Greifen, meine Identifikation mit den Situationen, die mir im Leben begegnen. Obwohl ich diese Situationen „vorher“ geprägt habe (beispielsweise in einem vergangenen Leben oder früher in diesem), weiß ich davon ja nichts. Subjektiv kommen diese Situationen (Menschen, Begebenheiten, innere Impulse wie Gefühle, Vorstellungen, Gedankenketten) ja objektiv auf mich zu. Nun reagiere ich darauf. Diese Art der Reaktion bestimmt dann mein „neues“ Karma. Ich kann beispielsweise bewusster und achtsamer werden und nicht – wie sonst für mich üblich oder „normal“ – mit Wut, Zorn, Aggression etc. reagieren. Dazu muss ich zweierlei berücksichtigen. Zum einen muss ich überhaupt erkennen, dass oftmals meine inneren und äußeren Reaktionen automatisch sind, muss es aber dennoch für möglich halten, diese zu ändern. Zum zweiten muss ich erkennen, welche Reaktionen unheilsam und schädlich für mich und andere sind und welche heilsam und positiv sind.

Diese Umprogrammierungsprozesse werden nicht immer sofort funktionieren. Haben wir ein Sucht, eine automatische Reaktion, einen programmierten Ablauf seit vielen Jahren kultiviert, dann reicht es oft nicht, sich dem einmal bewusst zu werden. Möchte ich beispielsweise weniger Zucker essen, weil ich erkannt habe, das zu viel Zucker für mich schädlich ist, dann fasse ich den Entschluss weniger Zucker zu essen. Nun habe ich aber seit vielen Jahrzehnten immer und regelmäßig Zucker zu mir genommen und habe das auch nicht groß hinterfragt. Ich habe eine starke Gewohnheit aufgebaut. Diese muss ich dann ebenso konsequent wieder abbauen. Das ist möglich, erfordert aber mentale „Muskeln“, die ich mir aneignen muss.

Wenn wir sehen, wie schwer es uns fällt, den Zuckerkonsum zu verringern (Rauchen, Alkohol etc.), obwohl das etwas ist, was nur mich und meinen Körper betrifft und für mich immer deutlich erkennbar ist (ich weiß, wenn ich nasche), um so schwieriger können Veränderungen zu bewirken sein, die mit anderen Menschen zu tun haben (Beziehungen, Freundschaften etc.) und wo weniger gut zu erkennende Muster vorhanden sind.

Nichtsdestotrotz ist das möglich. Wir sind potentiell in der Lage, alles zu verändern, aber nur in unserem Inneren. Was wir in uns verändern, wird auch unsere Reaktionen nach außen verändern und so verändert sich auch unser Karma. Das braucht Zeit und Geduld, ist aber machbar.

Wenn nun Transite (Planetenbewegungen) unsere inneren Muster aktivieren, dann haben wir immer die Wahl wie wir darauf reagieren wollen. Wenn wir die an sich unpersönlichen Karma-Formationen (Wetter, Verkehr, das Verhalten anderer Menschen…) als unpersönlich erkennen, müssen wir nicht persönlich darauf reagieren. Jeder Moment, in dem wir diesen inneren Abstand einhalten können, verringert unsere (automatische) Identifikation und macht uns ein wenig freier.

Mein Hinweis ist, dass wir mit dem Gröberen (weil leichter zu erkennen und weil größere Auswirkungen) anfangen und uns zum Feineren hinarbeiten. Wir sollten uns dabei mit Wohlwollen begleiten, denn dieser Prozess, aus altem Karma auszusteigen, ist nicht einfach und sollte uns Respekt für uns selbst abfordern, weil wir ihn überhaupt beschreiten.

Wir sollten uns nicht dafür kritisieren, was wir alles nicht schaffen, sondern uns loben für das, was wir schaffen. das erzeugt ein gutes Gefühl in uns und wirkt damit motivierend.

Kschipra sagt:

Februar 21, 2017

Spinne(reien)

So wie eine Spinne ihr Netz aus sich hervorbringt,

so bringen wir unsere Welt aus uns hervor.

Natürlich gibt es das Spinnennetz. So wie es dann

auch unsere Welt gibt. Ähnlich wie bei der Spinne

verfangen sich dann Dinge und Lebewesen im Netz der Welt.

Nur dürfen wir nicht vergessen und uns der Illusion hingeben,

dass die Welt unabhängig von uns und objektiv wäre.

Das zu erkennen kann uns befreien.

Kschipra sagt:

Februar 7, 2017

Schneeflocken fallen

weiße Decke – kühl und nass

in Stille verwandelt

doch das bleibt nicht so

Philosophische Reflexionen

Januar 12, 2015

In einem astrologischen Artikel las ich, dass das Niveau des Bewusstseins nicht aus dem Horoskop ablesbar sei. Das ist keine besonders tiefgreifende Erkenntnis, denn auch das Geschlecht oder die Intelligenz sind nicht aus dem Horoskop ablesbar. Letztlich können wir sogar noch nicht einmal wissen, ob ein uns vorliegendes Horoskop überhaupt die Geburt eines Menschen beschreibt, denn es könnte genauso gut eine Firmengründung oder eine Eheschließung sein.

Aber ich möchte auf etwas anderes hinaus. Gibt es unterschiedliche Niveaus des Bewusstseins? Es gibt die Anschauung, dass alles Bewusstsein oder wie es manchmal im Zen Buddhismus heisst Geist ist. Nehmen wir einmal an, dass diese Aussage wahr ist, dann wäre alles Bewusstsein, was in verschiedenen Formen auftritt. Als bildhaften Vergleich können wir auf das Wasser schauen. Wasser kann flüssig sein, kann als Schnee oder fest als Eis vorkommen oder als gasförmig als Wasserdampf und doch steckt immer das Wasser dahinter. Hat nun Schnee ein höheres oder niedrigeres Niveau als Wasser? Ich denke nicht. Damit ist Bewusstsein immer Bewusstsein, ob es nun als Mensch, als Stein, als Stern oder als Galaxie auftaucht.

Wir Menschen haben einen hoch entwickelten Verstand. Dieses hat es uns evolutionär ermöglicht zu überleben. Doch dieser Verstand möchte immer alles verstehen. Damit er alles verstehen kann, vergleicht er immer alles mit allem und er ordnet alles ein. Natürlich möchte unser Verstand auch Bewusstsein einordnen. Gerade Bewusstsein möchte er einordnen, weil er nämlich nicht weiß, was Bewusstsein ist. So kommt es dazu, dass wir von unterschiedlichen Bewusstseinsniveaus sprechen.

Natürlich hat jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen gemacht und jeder Mensch hat eine unterschiedliche geistige Reife, eine höher oder nieder entwickelte Ethik. Das können wir sehr gut am Verhalten, am Handeln des individuellen Menschen erkennen. Aber das Bewusstsein, was ihn ausmacht, ist immer das Gleiche. Über das Bewusstsein sind wir alle miteinander verbunden, ob uns das nun bewusst ist oder nicht. Wir können es mit dem Raum vergleichen. Auch wenn unterschiedliche Menschen zusammen kommen, dann sind sie doch alle „eins“ durch den sie umgebenden und  sie durchdringenden Raum. Im Raum sind wir verbunden, ob wir nun Heilige oder Sünder sind. Dem Raum ist es egal, wer sich in ihm aufhält, so wie ein Baum genauso für einem Heiler wie für einen Mörder Schatten spendet.

Genauso wenig wie wir wissen, was Bewusstsein eigentlich ist, wissen wir auch nicht, was Raum ist. Ja, wir können Mauern errichten und sagen dann, dies ist unser Wohnraum, aber ist der Raum wirklich durch die Mauern begrenzt? Oder ist das nur eine Hilfestellung wieder für unseren Verstand, damit wir die Dinge unterteilen und benennen können. Ist es eigentlich wirklich problematisch, wenn wir etwas nicht verstehen? Wir setzen uns aus so vielen Ebenen und Elementen zusammen, manche sind rational uns verständlich für uns, andere eher irrational und nicht verständlich. Und?

Wir können – wie Bewusstsein – etwas sein und doch nicht verstehen, was wir sind. Oh wie wunderbar und faszinierend unsere Welt doch ist!

 

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Kshipra sagt

Dezember 4, 2014

Meine Beobachtung des Tages: Der Egoismus der Menschen ist schier grenzenlos. Zu beachten gilt dabei aber, dass dieser Egoismus aus der Angst vor der Erkenntnis dessen herrührt, was wir wirklich sind. Wir sind nicht das, was wir denken, was wir sind. Der Egoismus soll uns davor bewahren zu erkennen, was wir sind, denn dann würde die Illusion des Egos offensichtlich werden. Wir sehen, hinter dem Egoismus steckt letztlich Angst und wir können dem mit Mitgefühl begegnen. Wir sollten aber auch nicht vergessen, dass all das, was uns begegnet auch mit uns zu tun hat und so kann dies auch der Spiegel unseres eigenen Egoismus sein.

Psychosomatik

Juli 31, 2013

Selbst in der Medizin ist es inzwischen angekommen, dass Krankheiten mit dem Geist, mit dem Gefühl, mit der Seele der Menschen zu tun haben. Das Wort Psychosomatik verbindet die Worte Psyche (Seele) und Soma (Körper, Leib, Leben). Wie kann es auch anders sein?

Letztlich ist im Universum alles miteinander verbunden. Bewegt sich etwas darin, dann bewegt sich das Ganze auch. Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit, auch wenn wir das oftmals nicht erkennen können.

Eine Grippe, eine Allergie, Nierensteine oder ein Bandscheibenvorfall sind nicht nur körperliche Erscheinungen, die es schnellstmöglich zu reparieren gilt, sondern weisen uns auf etwas in uns, in unserem Leben hin, was wir ohne dieses körperlichen Hinweis nicht gemerkt haben.

Immer gibt es im Leben Anstöße, auf bestimmte Themen zu schauen. Aber da Gott selten als brennender Dornbusch in unserem Wohnzimmer erscheint, muss das Universum andere Wege finden, um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Da bietet sich der sichtbare Bereich von uns einfach an. Der Körper ist der sichtbare Bereich von uns und so wird auch an ihm etwas deutlich.

Es ist interessant, wie wir uns oftmals winden, um trotzdem das hinter der Erkrankung liegende Thema nicht ansehen zu müssen und leider muss dann das Leiden und der Schmerz so groß werden, bis wir bereit sind, wirklich hinzuschauen.

Das Hinschauen, was gleichermaßen bedeutet, dass ich Bewusstsein dort hinein bringe, wo etwas aus der Balance, aus dem Gleichgewicht, aus der Harmonie geraten ist, ist schon der erste und entscheide Schritt in Richtung Heilung.

Beobachtungen

Juli 30, 2013

Jeder Mensch ist sich selber der Nächste. Sogar Jesus sagte, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und in der esoterischen Schriften können wir lesen, dass wir nur die Liebe geben können, die wir in uns haben. Somit scheint es nicht nur absolut in Ordnung zu sein, sich selbst zu lieben und sich selbst der Nächste zu sein, sondern es scheint sogar so eine Art von Notwendigkeit zu sein.

Als ich eben in der Ladenzeile der Kleinstadt, in der ich lebe, einen Cappuccino trank, fiel mir beim Beobachten der Leute auf, dass sich jeder darum bemüht, individuell gekleidet und ganz er oder sie selbst zu sein. Im alten (und weisen) Griechenland stand der Begriff der Persona für die Maske, die die Schauspieler trugen, um sich in eine andere Persönlichkeit zu versetzen.

Heutzutage möchten wir uns gern in unsere eigene Persönlichkeit versetzen oder zumindest in die Form von der wir glauben, dass sie gut ankommt. Dieses gute Ankommen hat vor allem mit den Bildern zu tun, die uns die Werbung verkauft, so dass wir im Prinzip der Persona der Werbungsindustrie sind.

Aber auch das ist völlig in Ordnung, wenn wir es denn bewusst tun. Nur das unbewusste von inneren Zwängen oder Ängsten getragene Verhalten könnte uns oder anderen schaden.

Ich selbst zu sein scheint nicht so einfach zu sein.