Archive for Februar 2013

Fortsetzungsroman: Annelore, der Guru und die Liebe Teil 15

Februar 28, 2013

Nach meinem ersten Roman: „Bagwan, Lana und der Rest“ habe ich einen zweiten Roman „Annelore, der Guru und die Liebe“ geschrieben. Diesen möchte ich als regelmäßigen Fortsetzungsroman auf meinem Blog anbieten.

15. Kapitel: Im Übergang

Als ich aufwache ist es schon später Nachmittag. Ich bin immer noch müde, dreckig und hungrig. Ich überwinde mich zu duschen, ziehe die Sachen an, die am wenigsten verdreckt sind und gehe los, meinen Hunger zu stillen. An jedem Reisebürofenster bleibe ich stehen. Als eine junge Frau mich besonders freundlich durchs Fenster anlächelt, gehe ich hinein und frage sie nach den Preisen für Flüge nach Indien und bin dann doch einigermaßen erschreckt, wie teuer diese sind. Die Reisebürofrau und ich haben eine gute Chemie und nach einer Weile steckt sie mir, dass es auch in Frankfurt einige auf Indien spezialisierte Läden gibt, die häufig sehr viel günstigere Flüge im Angebot haben. Ich bin jetzt voll auf Indien geeicht und wundere mich nicht, dass ich ein indisches Restaurant finde, in dem ich dann auch esse. Danach schlendere ich durch die Gegend und weiß nicht genau, was ich nun machen soll, als ich eine SMS von Annelore bekomme, in dem sie zum Ausdruck bringt, dass sie mich liebt und vermisst. Als ich ihr gerade antworten will, kommt ein Anruf. Es ist Peter. Tatsächlich hat er mit dem Chef gesprochen. In Frankfurt brauchen sie zur Zeit keinen, dafür aber in einem weiteren Geschäft der Kette in Hamburg. Ich bedanke mich und versichere ihm, dass ich bereits morgen nach Hamburg fahren und mich dort vorstellen werde. Plötzlich schaut auch das leider immer noch graue Frankfurt irgendwie netter aus.  Wie doch ein kleiner Anruf die Stimmung verändern kann, denn jetzt bin ich richtig gut drauf.

Am nächsten Morgen nehme ich den Zug nach Hamburg und stehe kurz darauf in der ähnlich wie in Frankfurt strukturierten Buchhandlung. Ich frage mich bis zu der von Peter genannten Kontaktperson durch. Nach einem kurzen Gespräch bin ich im Rennen und kann tatsächlich direkt im Lager anfangen. Ich fühle mich grundlegend bestätigt, da sich Türen öffnen und ich die Möglichkeit bekomme, Geld für Indien zu verdienen. Am Abend kommt Max verabredungsgemäß nach Hamburg. Ich bin froh, dass sich alles so gut für mich entwickelt und freue mich, meinen Freund mal wieder zu sehen. Wir lassen es so richtig krachen. Gegen Mitternacht sitzen wir schließlich in einer Art Club irgendwo an der Schanze und er fragt mich das, was ich mich selber noch gar nicht so richtig gefragt habe. Was will ich eigentlich in Indien? Es ging alles so schnell: Annelore, Frankfurt, jetzt Hamburg. Max hat Recht, dass ich so wirke, als hätte ich die Orientierung verloren.

<<Mensch, du könntest jetzt mit ihr zusammen sein, nach Indien kannst du doch immer noch mal fahren!>>, meint Max zu mir, nachdem er zwei neue Bier auf den Tisch gestellt hat. Für einen Moment bin ich zu breit, um irgendeine Frage noch beantworten zu können, doch dann ist der ganze Rausch wie weggeblasen und in großer Klarheit sehe ich den Hunger in mir. Da ist ein solch tiefes Verlangen nach der Wahrheit in mir, dass es alles andere überdeckt. Es fühlt sich wie ein Rausch, eine Sucht, ein Zwang an. Ich fühle mich wie Ahab, der den weißen Wal sucht, der dadurch alles andere in seinem Leben hinten anstellt und der letztlich dabei sein Leben zerstört. Ich möchte mit meiner Suche nach der Wahrheit natürlich nicht auch mein Leben zerstören, spüre aber diesen  unwiderstehlichen Drang in mir. Ich erkläre Max in langen trunkenen Sätzen, dass ich mich schon seit meiner Kindheit fremd in dieser Welt und in diesem Leben fühle. Ich spreche von meinen Beziehungen, die immer wieder auch daran zerbrachen, dass ich es nicht schaffte, das Leben zu leben, das meiner Freundin vorschwebte. Beruf, Geld, Karriere – ja alles wichtig und gleichzeitig hohl, wie durchscheinend. Es konnte plötzlich unerträglich anstrengend sein, noch so zu tun, als wenn mir diese Dinge etwas bedeuten würden und dann fühle ich mich auch viel zu jung für solche tief schürfenden, alles in Frage stellenden Gedanken. In diesem Moment höre ich Max sagen, dass wir viel zu jung sind für solche Gedanken und diese spontane menschliche Übereinstimmung mit meinem Freund löst ein Gefühl der Dankbarkeit in mir aus. Aber das zerstöre ich sofort selber wieder, indem ich ihn daran erinnere, wie wir schon als Schüler die Nächte durch geredet und versucht haben, die Welt zu erklären. Ich bin wieder ganz im Gespräch, die große Klarheit von eben ist verschwunden, aber so betrunken bin ich nun auch nicht mehr. Ich hole noch zwei Biere und erinnere Max daran, wie viel ich in all den Jahren gelesen habe, manchmal sogar bei der Arbeit. Bücher über Philosophie, Psychologie, Grenzwissenschaften, dann Religion, Schriften über den Buddhismus, die Veden, Zen, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich erst am Boden gekratzt habe. Aber ich bin auch irgendwie desillusioniert, denn die Bücher liefern keine Antworten, sie erzeugen nur neue Fragen oder anders gesagt, formulieren sie die alten Fragen so um, dass sie wie neue erscheinen. Außerdem habe ich auch vieles schon ausprobiert, Yoga und Meditation, habe mir mein Horoskop machen lassen. Zuletzt war ich schon etwas mehr in meiner Mitte, und dann taucht Annelore auf und bringt mein Leben auf eine ganz andere Art aus dem Gleichgewicht.

<<Aber das ist eine andere Aufregung!>>, meint Max. Ich erinnere mich spontan an einige Sätze, die die Astrologin zu mir sagt. Sie meint, die Suche sei mein Leben, aber ich müsse aufpassen, dass ich vor lauter Suchen nicht mein Leben verpassen würde. Sie gab mir den Tipp, es etwas ruhiger angehen zu lassen, das Leben auch mal zu genießen und sie prophezeite mir eine wichtige Begegnung, irgendetwas mit den Mondknoten.

<<Eine Begegnung, die zu einer noch wichtigeren Begegnung führt.>>, so sagte sie es wörtlich, und dass ich im Grunde keine wirkliche Wahl hätte, es sei wie ein Sog, der mich unweigerlich anziehen würde.

Tageshoroskop 28. Februar 2013 als Video

Februar 28, 2013

Auf Giesow.de und Sternzeichen.net gibt es sie schon, jetzt möchte ich auch meine Freunde vom Astrobum-Blog daran teilhaben lassen. Inzwischen sind immer mehr Menschen zu beschäftigt und zu sehr mit Informationen überfrachtet, als das sie Zeit und Lust haben, sich lange Texte durchzulesen. Da bietet sich die Form des Videos an. In diesen in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Videos biete ich meine Interpretation der astrologischen Konstellationen des Tages als Tageshoroskop an. Im Original auf Youtube liegt das Video in besserer Qualität vor.

Fortsetzungsroman: Annelore, der Guru und die Liebe Teil 14

Februar 27, 2013

Nach meinem ersten Roman: „Bagwan, Lana und der Rest“ habe ich einen zweiten Roman „Annelore, der Guru und die Liebe“ geschrieben. Diesen möchte ich als regelmäßigen Fortsetzungsroman auf meinem Blog anbieten.

14. Kapitel: Wieder in Deutschland

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell im Leben eine Veränderung eintritt. Auch wenn wir wissen, dass sich etwas ändern wird, sind wir doch überrascht, wie schnell es dann tatsächlich passiert. Es ist so ähnlich wie mit Weihnachten. Dieses Fest scheint immer so weit entfernt zu sein und doch, ehe man sich versieht, ist es schon wieder Weihnachten. So geht es mir auch diesmal. Eben bin ich noch mit Annelore zusammen und nun bin ich wieder in Deutschland und zwar allein. Es ist später Vormittag und ich stehe inmitten der hektischen Metropole Frankfurt und schon vermisse ich sie. Wir haben kaum geschlafen in der letzten Nacht. Sie hat mich zum Flughafen gefahren und wir sind zusammen gewesen, bis zum allerletzten Moment, als ich einchecken musste. Fliegen hat immer etwas Unwirkliches. Mit dem Auto erarbeitet man sich in gewisser Weise noch die Strecke, die man zurücklegt, aber beim Fliegen geht es so schnell, dass man gar nicht mitbekommt, wo man gerade ist. So ist es fast pervers schnell, wie Annelore und Frankreich und mit ihnen der Süden mit seinem guten Wetter verschwindet. Ehe ich mich innerlich einstellen kann, landen wir in Frankfurt, wo es unangenehm kalt ist. Es nieselt, und der graue Himmel und die sich ihm angleichenden Gesichter der Menschen, die durch die belebten Straßen eilen, passen dazu und bilden genau meine Stimmung ab. Aber bange machen gilt nicht und ich mache mich auf den Weg zu der großen Buchhandlung in der Innenstadt, in der Peter, ein guter Freund von Max arbeitet und in der  es vielleicht Arbeit für mich gibt, was wiederum erklärt, warum ich ausgerechnet nach Frankfurt geflogen bin. Noch in Frankreich hatte ich eines Abends mit Max telefoniert und ihn in groben Zügen in unseren Plan eingeweiht. Er brachte mich auf die Idee, es in Frankfurt bei dem Peter zu versuchen und so bin ich ausgerüstet mit Rucksack und Reisetasche auf dem Weg dahin.

Es scheint nur zwei Zustände für Buchhandlungen zu geben. Entweder es ist gar nichts los und wenige Leute blättern verstohlen in den Büchern und eine oder zwei Buchhändlerinnen warten darauf, einen zu bedienen oder es ist wie hier in Frankfurt. Eine unglaubliche Hektik schlägt mir entgegen. Menschen drängen mit mir hinein oder wollen an mir vorbei wieder raus. Etliche Buchhändler laufen hektisch durch den Laden, meistens mehrere Kunden im Schlepptau oder stehen wie im Fieber an den Computern. Es kommt mir so vor, als würde hier etwas sehr Wichtiges geschehen, dabei wird nur mit Büchern gehandelt. Ich liebe Bücher, aber ich halte das Konsumgut Buch für ein im Grunde altmodisches Medium, mit dem man sich eher gemächlich beschäftigen kann, aber aktuell sehen die Frankfurter und ihre Gäste das wohl ganz anders. Nein in diesem Geschäft werden keine akuten Herzinfarkte behandelt, es werden nur Bücher und Zeitschriften verkauft. Es ist unfassbar und da ich Peter gar nicht kenne, muss ich nach ihm fragen. Als ich einen Buchhändler sehe, der es meiner Vorstellung nach sein könnte, frage ich ihn einfach direkt nach Peter, was mir einen genervten Blick von einem wartenden Kunden im Anzug einträgt. Aber der Buchhändler bleibt ganz ruhig und verweist mich in die Reiseabteilung und tatsächlich dort sehe ich ihn gleich. Peter wirkt noch sehr jung, trägt ein Ziegenbärtchen und hat ein Piercing im Gesicht, seine Haare stehen wirr ab, nur  seine Brille passt irgendwie zum Image des Buchhändlers. Ich spreche ihn an, indem ich ihn von Max grüße. Zuerst kann er damit gar nichts anfangen, dann aber erinnert er sich, fragt mich  sehr professionell, was er für mich tun kann und mir ist sofort klar, dass ich von ihm keine große Hilfe zu erwarten habe und so ist es dann auch. Er weiß nicht, ob jemand gebraucht wird, aber er könne nach Feierabend den Chef fragen und mir dann Bescheid geben. Ich wiederum gebe ihm die Nummer meines Handys. Dann stehe ich im Frankfurter Nieselregen und weiß grade nicht weiter. Die Menschen laufen links und rechts an mir vorbei. So einsam kann man nur unter Menschen sein. Ich verbiete mir, jetzt schon an Annelore zu denken und frage im nächsten Kaufhaus nach einer Touristeninformation. Dort erhalte ich ungefragt einen kleinen Frankfurter Stadtplan und die Adresse von einigen günstigen Pensionen. Ich kann und will heute nicht weiter fahren. Jeder Schritt würde mich notgedrungen Richtung Norden und der Heimat entgegen führen und da will ich jetzt nicht hin. Ich will es mal so sagen, wenn du Indien im Blick hast, dann fährst du nicht nach Buxtehude. Ich fühle mich als Glückskind, als ich in der ersten Pension noch in Reichweite des Zentrums ein kleines und für Frankfurter Verhältnisse günstiges Zimmer bekomme. Dieses Zimmer hat zwar die Dusche im Flur, aber gehört mir allein. Ich bin total erschöpft und lege mich erst einmal hin.

Tageshoroskop 27. Februar 2013 als Video

Februar 27, 2013

Auf Giesow.de und Sternzeichen.net gibt es sie schon, jetzt möchte ich auch meine Freunde vom Astrobum-Blog daran teilhaben lassen. Inzwischen sind immer mehr Menschen zu beschäftigt und zu sehr mit Informationen überfrachtet, als das sie Zeit und Lust haben, sich lange Texte durchzulesen. Da bietet sich die Form des Videos an. In diesen in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Videos biete ich meine Interpretation der astrologischen Konstellationen des Tages als Tageshoroskop an. Im Original auf Youtube liegt das Video in besserer Qualität vor.

Fortsetzungsroman: Annelore, der Guru und die Liebe Teil 13

Februar 26, 2013

Nach meinem ersten Roman: „Bagwan, Lana und der Rest“ habe ich einen zweiten Roman „Annelore, der Guru und die Liebe“ geschrieben. Diesen möchte ich als regelmäßigen Fortsetzungsroman auf meinem Blog anbieten.

13. Kapitel: Neue Pläne

Ich spüre ganz deutlich, dass ich wieder in Bewegung kommen muss. Wir verlassen nicht nur das Gelände, sondern gehen direkt zum Auto und fahren aus Lourdes heraus. Ich bin ganz in mir verloren, eingenommen von den Erfahrungen in Lourdes. Annelore hat mitbekommen, dass irgendetwas mit mir passiert ist und protestiert nicht, als ich solange fahre, bis ich in einem kleinen Ort ein nettes Café gefunden habe. Beim Milchkaffee sitzen wir uns gegenüber. Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich das Gefühl wieder durchatmen zu können und ebenso nehme ich auch Annelore wieder deutlicher wahr. Ich schaue sie an und sie ist mir so vertraut, als wenn wir schon seit Monaten zusammen unterwegs wären. Mir ist klar, dass sie alles Recht der Welt hat, zu erfahren, was mit mir passiert ist. In kurzen Sätzen bemühe ich mich, meine Gefühle auf dem großen Platz in Lourdes zu beschreiben, aber das ist gar nicht so leicht. Stattdessen flüchte ich mich in eine Frage:

<<Glaubst du, dass wir in unseren Entscheidungen frei sind?>>

Annelore blickt mir intensiv in die Augen, dann verliert sich ihr Blick.

<<Ich weiß es auch nicht, aber ich glaube an das Schicksal.>>, antwortet sie mir.

Daraufhin versuche ich ihr zu erklären, dass im Deutschen das Wort Schicksal beinhaltet, dass uns etwas geschickt wird. Wieder einmal scheitere ich an der Sprachbarriere, deute ihr gegenüber aber an, dass ich auch glaube, dass es Dinge im Leben gibt, die unausweichlich sind.

<<Wenn du einen Sog spürst, dann hast du keine Chance mehr, du musst dem nachgeben. Das ist dann sogar noch stärker als Schicksal.>>, erläutere ich ihr.

Ich erzähle ihr von meiner Kindheit, in der ich ein Junge war, der die Dinge nicht einfach so stehen lassen konnte, sondern alles und jedes hinterfragen musste. Wie anstrengend das für meine Eltern gewesen sein musste, vor allem die Situation, als ich eines Abends zu ihnen trat und ihnen sagte, dass ich glauben würde, dass nicht sie meine Eltern seien. Heutzutage weiß ich, das jedes Kind eine solche Phase durchmacht, doch in mir ist diese Phase nie zu Ende gegangen. Auch heute noch habe ich das Gefühl, hier nicht herzugehören, woanders zu Hause zu sein. Und deswegen bin ich auf der Suche, die mich nach Lourdes geführt hat und mich auch nach Indien führen wird. Jetzt habe ich es das erste Mal wirklich und bewusst gedacht. Es fühlt sich für mich stimmig an und wenn ich es ganz tief in mich einsinken lasse, wird es für mich immer klarer, dass ich in das Mutterland der Spiritualität will. Ich denke, dass es dort, in Indien, die Möglichkeit gibt, auf alle spirituellen Fragen Antworten zu erhalten, und es gibt dort eben auch echte Yogis und Gurus. Es wird mir erst im Nachhinein klar, dass ich einen Großteil meiner Gedanken laut ausgesprochen habe. Fast schuldbewusst schaue ich Annelore an, die aber ganz entspannt scheint.

<<Hast du das Gefühl, dass ich total spinne?>>, frage ich sie.

Sie antwortet mir nicht direkt, lächelt mich aber an, nimmt mich an die Hand, führt mich zum Auto und schon ein paar Minuten später schlafen wir auf einem verlassenen Feldweg im Auto miteinander. Hinterher greifen wir unser Gespräch wieder auf. Sie nimmt mich ernst. So ernst, dass ich selber erkenne, wie wichtig es mir mit dem Tripp nach Indien ist und ja, sie will mich  dorthin begleiten. Unsere gemeinsame Freude führt uns noch enger zusammen.

<<Gut, wenn wir uns da wirklich einig sind, dann lass uns auch gleich konkret werden.>>, schlage ich vor.

Wenn eine Idee konkret umgesetzt werden soll, dann beweist sich ihre Durchführbarkeit an den Tücken der Realität. Wir beginnen sofort, Pläne zu machen. Annelore muss auf jeden Fall zurück an die Uni, könnte aber nächstes Jahr eine gewisse Zeit aussetzen. Sie erklärt mir das so, dass ich die Assoziation von einer Art Sabbatjahr habe. Sie wird sich in den verbleibenden Monaten Mühe geben, Geld für Indien aufzutreiben und schlägt mir ganz nüchtern vor, das Gleiche zu machen.

<<Aber dann sehen wir uns ja nicht?>>, quengele ich etwas verängstigt, worauf sie sagt: „Es gibt doch Telefon, Briefe, Internet, Webcams und Weihnachten sehen wir uns wieder.>>

Ein Plan ist ein Plan. Wir beschließen noch ein paar Tage ans Meer zu fahren, uns und den Sommer zu genießen und dann anzufangen, an der Verwirklichung unseres Traums zu arbeiten.

Diese Tage im Sommer mit Annelore gehören mit zu der schönsten Phase in meinem Leben. Wenn es uns so richtig gut geht, dann fliegt die Zeit. Die Zeit scheint sich mit Hindernissen und Widerständen auf mysteriöse Weise zu verlangsamen. Und so ist es auch in diesem Sommer, denn allzu schnell sind diese Tage der Unbeschwertheit vorbei. Es passiert so oft und ist im Leben eines Menschen doch auch so selten, dass man jemanden trifft, dem man wirklich zugetan ist und von dem die eigenen Gefühle erwidert werden. Natürlich, am Anfang einer Beziehung scheint es immer so zu sein. Jeder idealisiert den anderen, die gegenseitige Anziehung ist immens groß, der Sex meistens fantastisch und nichts scheint die gemeinsame Harmonie, das Glück, stören zu können. So war es in diesen Tagen auch mit Annelore und doch meine ich heute, wo wir im Auto sitzen und in Richtung Bordeaux unterwegs sind, sagen zu können, dass es schon etwas Besonderes mit Annelore und mir ist. Häufig spricht sie das aus, was ich gerade denke und das ist umso erstaunlicher, da es ja die Sprachbarriere gibt, auch wenn mein Französisch durch die tägliche Übung immer besser wird. Ich fühle mich unglaublich verbunden mit ihr und doch ist da eine fast greifbare Traurigkeit, weil wir uns schon morgen trennen müssen. Im Internet habe ich einen billigen Flug nach Deutschland gefunden und bis Weihnachten werden wir dann aller Voraussicht nach nicht zusammen sein können. Meinst du, wir überstehen die Zeit, will ich gerade zu ihr sagen, als sie mich das Gleiche auf französisch fragt. Beide schauen wir uns tief in die Augen, lächeln uns an, aber dann kommen ihr doch die Tränen und sie fährt auf den am Horizont auftauchenden Parkplatz, auf dem wir uns so lieben als wenn es das letzte Mal wäre. Auf unserem Gaskocher mache ich uns einen Kaffee, Annelore hat noch ein paar Kekse gefunden und halb nackt in unseren Schlafsäcken verheddert genießen wir diesen besonderen Moment.

Bald darauf sind wir wieder auf der Straße, wir schweigen, aber es ist ein gutes Schweigen. Wir haben uns noch einmal gegenseitig unseren Plan erläutert und wir haben nun beide eine größere Zuversicht, dass wir es schaffen können, auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie ich das Geld verdienen soll.

Tageshoroskop 26. Februar 2013 als Video

Februar 26, 2013

Auf Giesow.de und Sternzeichen.net gibt es sie schon, jetzt möchte ich auch meine Freunde vom Astrobum-Blog daran teilhaben lassen. Inzwischen sind immer mehr Menschen zu beschäftigt und zu sehr mit Informationen überfrachtet, als das sie Zeit und Lust haben, sich lange Texte durchzulesen. Da bietet sich die Form des Videos an. In diesen in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Videos biete ich meine Interpretation der astrologischen Konstellationen des Tages als Tageshoroskop an. Im Original auf Youtube liegt das Video in besserer Qualität vor.

Fortsetzungsroman: Annelore, der Guru und die Liebe Teil 12

Februar 25, 2013

Nach meinem ersten Roman: „Bagwan, Lana und der Rest“ habe ich einen zweiten Roman „Annelore, der Guru und die Liebe“ geschrieben. Diesen möchte ich als regelmäßigen Fortsetzungsroman auf meinem Blog anbieten.

12. Kapitel: Lourdes

Die nächsten Tage sind sehr schön. Wir leben unsere Liebe. Verliebt laufen wir durch Bordeaux, fahren mit Freunden an den Strand und schlafen in den Dünen. Ich bin erfüllt und glücklich und denke wenig an Deutschland und an das, was ich dort zurückgelassen habe. Immer wieder kehren meine Gedanken zurück zu dem Gespräch auf der Party. Irgendetwas in mir ist angeregt worden und lässt mich nicht mehr los. In der Nacht träume ich von dem Swami, von dem mir der mysteriöse Mann auf der Party erzählt hat. Der Swami schaut mich im Traum durchdringend an, er trägt westliche Kleidung und spricht deutsch. In meinem Traum unterhalten wir uns, aber den Inhalt des Gespräches weiß ich am Morgen nicht mehr. Erinnern kann ich mich aber an den letzten Satz von ihm:

<<Wenn du das genau wissen willst, dann musst du zu mir kommen!>>

Ich bin ganz durcheinander und suche nach dem Frühstück das Gespräch mit Annelore unter vier Augen. Ich frage sie direkt, ob sie mit mir nach Lourdes fahren möchte. Da sie noch Zeit bis zum Beginn ihres Semesters hat, und selber noch nie in Lourdes war, ist sie gern bereit mit mir dort hinzufahren. Geldprobleme scheint sie auch nicht zu haben. Das soll mir recht sein. Für sie ist es ihrer eigenen Aussage nach am Wichtigsten etwas mit mir zusammen zu machen und ein Ausflug zu zweit ist genau in ihrem Sinn. Ich bin total davon angetan, wie anpassungsfähig und leicht zu begeistern sie ist, aber am Anfang einer Beziehung ist es immer so. Beflügelt durch das berauschende Gefühl des Verliebtseins idealisieren wir den Partner und können uns viele Dinge gemeinsam vorstellen. Häufig müssen wir diese Gefühle relativieren, wenn wir länger zusammen sind und das Verliebtsein abebbt, aber so weit sind Annelore und ich noch nicht.

Schon am nächsten Morgen hat sie ein Auto organisiert und wir sind unterwegs nach Lourdes. Wie kann ich die Gefühle beschreiben, wenn man mit einem Menschen, den man liebt und der einen ebenso liebt, durch eine wunderschöne Landschaft auf einen Ort zufährt, der Abenteuer und Heilung verspricht. Unsere Euphorie wird dann allerdings etwas gebremst, als wir in den Ort einfahren, denn nahezu jedes zweite Geschäft bietet Behältnisse an, um das heilende Wasser transportieren zu können. Das scheint kein Problem zu sein, nur sind diese Gefäße in Form von Jesus und Maria und anderen christlichen Gestalten zu kaufen. Eine Ansammlung von Kitsch, ein „Imperium von Staub“, wie es Johnny Cash in einem seiner letzten Songs so treffend zum Ausdruck brachte. Ich habe selten einen Ort gesehen, in dem das Gesetz der Polarität so deutlich wird. Annelore ist ganz still geworden, als würde sie sich schämen, dass dieses Grauen zu ihrer Kultur gehört. Ich tröste sie und schnell gehen wir an den Läden vorbei. Einerseits ist es entwürdigend, dass mit den Krankheiten und Hoffnungen der Menschen Geld verdient wird, andererseits ist es aber auch verständlich, denn da, wo ein Bedarf ist, entsteht auch ein Angebot. Schließlich kommen wir auf den großen Platz, der zu der Grotte führt und wieder sind wir nicht richtig auf das vorbereitet, was uns erwartet, denn so viele Rollstühle, kranke und behinderte Menschen habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Fast möchte man sich schämen, dass man gesund und jung ist. Über allem schwebt  auch eine Form von christlicher Aura, so dass Annelore und ich uns nicht mehr berühren und schweigend nebeneinander her gehen. Mögen auch zwei Päpste hier ihre Aufwartung gemacht haben, mag es auch eine beeindruckende Fülle an Wunderheilungen geben, inzwischen glaube ich nicht mehr an das Wunder von Lourdes, sondern habe das Gefühl einer Verschwörung von falsch verstandenem Christentum und richtig verstandenem Kapitalismus aufgesessen zu sein. Halbherzig schlage ich Annelore vor, umzudrehen und zurückzufahren, aber sie ist jetzt wild entschlossen, das heilige Wasser zu probieren. Dieses ist tatsächlich gratis, kommt aber nicht mehr direkt aus der Quelle, was bei der Masse an Menschen auch kaum möglich wäre, sondern wird aus ordinären Wasserleitungen ausgeschenkt. Voller Misstrauen trinke ich es und dann erlebe ich tatsächlich ein kleines spirituelles Wunder, denn meine Wahrnehmung verändert sich drastisch. Im einen Moment beuge ich mich über eine ordinäre Wasserleitung, um fast schuldbewusst einen Schluck für heilig ausgegebenes Wasser zu trinken und im nächsten Moment verändert sich alles. Zuerst verschwinden nahezu alle meine negativen Gedanken und Zweifel und mein Geist öffnet sich. Zumindest fühlt es sich für mich so an, als hätte ich Scheuklappen aufgehabt und als seien diese nun entfernt worden. Ich schaue in den Himmel und die Wolken, die diesen bedecken, verschieben sich so, dass sie einen Teil der Sonne durchlassen, der in diesem Moment Annelore`s unglaublich grünen Augen leuchten lässt. Es ist so, als wenn die Welt ihren unermüdlichen Rhythmus verlangsamt und mit ihm verlangsamen sich alle Bewegungen. Alles wird deutlich und klar und für einen Moment, der im Grunde kein Moment mehr ist, scheint die Welt anzuhalten.

Aber dann setzt der Rhythmus wieder ein und was bleibt ist, dass sich mein Kopf leicht und weit anfühlt und dass ich unglaublich milde gestimmt bin. Ich beobachte mich dabei, wie ich den anderen Menschen, die mich eben noch mit Abscheu erfüllt haben, zulächele und ein behinderter Junge im Rollstuhl lächelt zurück und für einen Augenblick ist in mir das Wissen, dass die Welt so wie sie ist absolut in Ordnung ist. Auch wenn es den Anschein hat, dass dem nicht so ist. Ich drehe mich im Kreis, umfasse dann alle christlichen Auren ignorierend Annelore und wirbele sie um mich herum. Sie ist ganz überrascht von meinem Ausbruch, lässt es aber zu. Wir ernten zwar eine Menge an ernsten und ablehnenden Blicken, aber es gibt andere, die uns zulächeln. Es sind nicht die Gesunden, die uns zulächeln, es sind die Behinderten und Kranken. Ich setze Annelore wieder ab, schaue ihr in die Augen, schaue in den Himmel, schaue über den Platz hin zur Kathedrale und bin tatsächlich eins mit allem. In diesem Moment weiß ich genau, wer ich bin und was mein Weg ist. Mein Schicksal ist vor mir ausgebreitet, ich bin mit allem verbunden und das fühlt sich fantastisch an.

Doch dann ist es genauso schnell wieder vorbei, wie es gekommen ist. Dieser Augenblick vergeht genauso, wie es alle Augenblicke vor ihm getan haben und ich bleibe in mir und als isoliertes ich zurück. Auch wenn ich weiterhin Frieden in mir spüre, habe ich aber doch das Gefühl, etwas unglaublich Wertvolles verloren zu haben. Für einen Moment lang scheint es so, als würde ich dort vor unglaublich vielen Menschen zu weinen anfangen, aber ich kann mich so weit unter Kontrolle bringen, dass ich es nicht tue und auch das erscheint mir als Verlust. In den folgenden Minuten bringt sich mein ganzes System wieder unter Kontrolle, der Computer wird neu hochgefahren und in mir verbleibt ein Mix aus Freude und Trauer, aber das fühlt sich jetzt gerade richtig an. In diesem Moment bemerke ich, dass Annelore wohl schon das zweite oder dritte Mal eine Frage wiederholt. Sie schaut etwas unwirsch drein, muss dann aber lachen, als sie mein verwirrtes Gesicht sieht. Nun erst verstehe ich, was sie sagt. Sie möchte wissen, ob wir nun auch die Grotte besichtigen wollen. Ich sehe die große Schlange, die sich dort gebildet hat und wohl auch den ganzen Tag nicht abnehmen wird und sage ja. In dem benebelten Zustand, in dem ich mich befinde, nehme ich das Warten kaum wahr, viel zu interessant sind all die Eindrücke, die auf mich einprasseln. Die Grotte selber finde ich dagegen nicht so interessant, vielmehr bin ich ergriffen von den Szenen, die sich dort abspielen. Manche Menschen sinken in tiefe Gebete, fangen an zu schluchzen oder rufen laut ihren Gott an. Fast wird mir das alles zu viel und ich bin froh, als wir am anderen Ende der Grotte wieder herauskommen. Mein Wunsch ist es, das Gelände möglichst schnell zu verlassen, denn ich habe das Gefühl, hier keinen klaren Gedanken denken zu können und ich brauche dringend mal wieder ein paar davon. Lourdes, der Traum vom Swami, das merkwürdige Gespräch, all diese Dinge wollen verarbeitet werden.

Tageshoroskop 25. Februar 2013 als Video „Vollmond“

Februar 25, 2013

Auf Giesow.de und Sternzeichen.net gibt es sie schon, jetzt möchte ich auch meine Freunde vom Astrobum-Blog daran teilhaben lassen. Inzwischen sind immer mehr Menschen zu beschäftigt und zu sehr mit Informationen überfrachtet, als das sie Zeit und Lust haben, sich lange Texte durchzulesen. Da bietet sich die Form des Videos an. In diesen in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Videos biete ich meine Interpretation der astrologischen Konstellationen des Tages als Tageshoroskop an. Im Original auf Youtube liegt das Video in besserer Qualität vor.

Fortsetzungsroman: Annelore, der Guru und die Liebe

Februar 22, 2013

Nach meinem ersten Roman: „Bagwan, Lana und der Rest“ habe ich einen zweiten Roman „Annelore, der Guru und die Liebe“ geschrieben. Diesen möchte ich als regelmäßigen Fortsetzungsroman auf meinem Blog anbieten.

11. Kapitel: Die Begegnung

Nach einigem Hin und Her stehe ich nun vermutlich vor dem Haus, in dem Annelore wohnt. Geschrieben hatte sie mir, dass sie hier mit zwei Freundinnen wohnt und dass immer was los ist. Ich klingele und zuerst passiert gar nichts. Dann geht irgendwo oben ein Fenster auf und bevor ich noch mitbekomme, wer es ist, höre ich einen Schrei. Das Fenster knallt wieder zu und nur einen Moment später liegt sie mir in den Armen, küsst mich und redet französisch auf mich ein, so dass ich erst einmal gar nichts verstehe. Sie zieht mich ins Treppenhaus, drückt und herzt mich zwischendurch, um mich dann weiter in Richtung Wohnung zu schieben. So dauert es eine ganze Weile, bis wir endlich oben angelangt sind. Ihre beiden Freundinnen stehen schon an der offenen Wohnungstür.  Ich erkenne Virginie wieder, die mich nach Sitte in Bordeaux je zweimal auf beide Wangen küsst und auch die dritte im Bunde verfährt so, wobei ich höre, dass sie Maya heisst. Ich bitte sie alle langsam zu sprechen oder wenn es geht, sogar die englische Sprache zu benutzen.

<<Ich kann sprechen ein wenig deutsch.>>, sagt Maya und schaut mich aus dunkelbraunen Augen an, als würde sie mir ein unschätzbares Geheimnis anvertrauen. Aber ich habe nur Augen für Annelore, die viel besser aussieht, als ich sie in Erinnerung habe. Das freut mich, denn meistens haben wir übersteigerte Erwartungen, so dass wir oft eher enttäuscht sind, wenn wir jemanden wiedersehen. Zuerst trinken wir Kaffee. Mir scheint, dass die Franzosen immer erst einmal einen Kaffee trinken müssen, bevor sie etwas tun. Die Mädchen reden auf mich ein und immer wieder  muss ich sie unterbrechen, damit sie langsamer sprechen oder mir etwas genauer erklären, was ich nicht verstanden habe. Im Grunde bin ich auf Annelore fixiert. Ich verzehre mich danach, sie zu berühren und mit ihr allein sein zu können. Dann endlich haben ihre Freundinnen ein Einsehen und lassen uns wirklich allein. Für einen Moment habe ich die Befürchtung, dass es nun irgendwie komisch werden könnte, aber Annelore zerstreut sofort alle Bedenken, indem sie sich bei mir auf den Schoß setzt und sofort anfängt mich zu küssen. Aus Zärtlichkeit wird Leidenschaft und wir küssen uns, als wäre es für jeden von uns das letzte Mal. Unter anderen Umständen hätte es auch jetzt schon zum Äußersten kommen können, aber wir werden wieder gestört, als Virginie hereinplatzt.

<<Oh, störe ich euch?>>, fragt sie und grinst dabei.

<<Nee, gar nicht…>>, erwidere ich und lächele sie so an, dass sie weiß, dass sie kaum hätte mehr stören können, was sie aber nicht weiter aufhält, denn sie berichtet uns, dass gleich eine Party beginnen wird, zu der wir unbedingt hingehen müssen. Annelore schaut mich fragend an. Ich will nicht gleich der Spielverderber sein, obwohl ich gut hätte weiter knutschen können, aber ehe ich mich versehe, sind wir auf dem Weg zur Party. Nach einer wilden Fahrt quer durch Bordeaux kommen wir an einem Haus an, aus dem schon von weitem laute Musik zu hören ist.

Die Party verwirrt mich total, denn ich treffe viele Leute, die ich nur zum Teil verstehen kann und von denen ich keinen kenne. Ganz anders geht es naturgemäß Annelore, die sich mit wechselnden Menschen unterhält, wobei ich keine Ahnung habe, in welcher Beziehung sie zu diesen steht. Für einen Moment lang fühle ich starke Eifersucht in mir, dann wieder fühle ich mich verlassen, aber Annelore kehrt immer zu mir zurück und zeigt mir und allen anderen, dass sie an mir interessiert ist. Ich sitze in der Nähe eines offenen Fensters und trinke Bier. Allmählich verlieren sich die Eindrücke in einem großen Nebel und ich lasse immer mehr los und lasse stattdessen alles auf mich wirken. In diesen Zustand hinein platzt ein Typ, der mich auf englisch anspricht. Er ist schon etwas älter, trägt einen Bart, riecht etwas staubig und erzählt mir ungefragt, warum er zur Zeit in Bordeaux ist. Als ich mich schon frage, was das soll, fragt er mich ganz unvermittelt, ob ich den Sinn meines Lebens schon gefunden hätte. Obwohl ich verdutzt bin, werfe ich ihm doch ein paar Floskeln hin. Diese scheinen ihm zu genügen, denn unaufgefordert erzählt er mir, dass er nach einer schweren Krankheit nach Lourdes gefahren ist und er dort geheilt worden ist. Aber damit ist er noch nicht fertig. Er krault seinen Bart und berichtet davon, dass er kurz danach eine Vision von einem indischen Swami gehabt hat und seitdem wäre sein Leben ganz anders. Daraufhin schaut er mich sehr intensiv an, bis ich den Blick senken muss, weil ein komisches Gefühl in mir aufsteigt.  Es fühlt sich ein wenig so an, wie verrückt zu werden. Ich möchte diesem Gefühl nicht zu nahe kommen und versuche stattdessen ihn abzulenken, so dass er mir mehr von Lourdes erzählt.  200 km liegt Lourdes von Bordeaux entfernt. Vor über 150 Jahren hat eine Frau namens Bernadette Soubirous in der Nähe einer Grotte immer wieder Erscheinungen gehabt. In diesen Erscheinungen  zeigte sich hauptsächlich eine in weiß gekleidete Frau. Während der Untersuchungen dazu wurde die Quelle in der Grotte freigelegt und diese zeigte in der Folge Heilwirkungen. Heute befindet sich dort ein bedeutender Wallfahrtsort, an dem es schon viele Wunderheilungen gegeben haben soll. Auch mehrere Päpste sind bereits dort gewesen und es finden sich Menschen unterschiedlichster Länder, die in Lourdes Heilung und Hoffnung suchen. Ich höre ihm fasziniert zu und ermuntere ihn dann auch über seinen Swami zu sprechen.

<<Er kann Wunder tun!>>, ruft er aus und für mich klingt das ein wenig so, als wenn er seinen Guru damit anpreisen möchte. Als ich nachfrage, was der Swami denn für Wunder tun könne, erzählt er mir, dass der Swami Dinge materialisieren kann.

<<Er kann deine Gedanken lesen und kennt dein ganzes Leben, auch wenn er vorher nicht mit dir gesprochen hat. Aber das größte Wunder ist, dass eine Begegnung mit ihm dein ganzes Wesen verändert.>>

Ich will ihn gerade fragen, wie denn das eigene Wesen verändert wird und ob ihm selbst das auch schon geschehen ist, da kommt Annelore zurück, küsst mich und zieht mich auf die Tanzfläche. Dort drehe ich mich um, aber der Mann ist fort. Ich tanze mit Annelore, sage ihr dann, dass ich zur Toilette muss und suche überall nach dem Mann. Ich kann ihn nirgends finden und keiner, den ich frage, scheint ihn zu kennen. Kurz darauf dränge ich Annelore zum Aufbruch. Ich sehe ihr an, dass sie gern noch mit mir weitergefeiert hätte, aber sie kommt mit mir mit. Bei ihr Zuhause geht sie duschen und ich gehe mit ihrem Notebook ins Internet. Ich finde viele Seiten über Lourdes und nach einigen Versuchen finde ich auch den Swami und seinen Ashram in der Nähe von Mumbai in Indien. Auf einem Bild von ihm scheint sein Blick mich zu durchbohren und schnell schließe ich den Deckel vom Notebook. Annelore ruft nach mir. Ich gehe ans Waschbecken. Sie will ein Handtuch, aber als ich es ihr geben will, lässt sie es fallen und zieht stattdessen mich in die Duschkabine.

Tageshoroskop 22. Februar 2013 als Video

Februar 22, 2013

Auf Giesow.de und Sternzeichen.net gibt es sie schon, jetzt möchte ich auch meine Freunde vom Astrobum-Blog daran teilhaben lassen. Inzwischen sind immer mehr Menschen zu beschäftigt und zu sehr mit Informationen überfrachtet, als das sie Zeit und Lust haben, sich lange Texte durchzulesen. Da bietet sich die Form des Videos an. In diesen in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Videos biete ich meine Interpretation der astrologischen Konstellationen des Tages als Tageshoroskop an. Im Original auf Youtube liegt das Video in besserer Qualität vor.