Archive for April 2010

Kritische Zeitqualität

April 27, 2010

Liebe Leser,

Morgen, am Mittwoch, ist Vollmond mit dem Mond im Skorpion. Dieser Vollmond findet zeitgleich mit der Opposition von Saturn und Uranus statt. Damit liegt der Fokus auf den Problemen und unverarbeiteten Dingen der letzten Zeit und auch aktuell. Der Mond im Skorpion kennt hier wenig Schonung und wird deutlich machen, worum es geht. Wir brauchen eine Verteilungsgerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass immer wenige über das Schicksal vieler entscheiden und sich dabei von Ego-zentrierten materialistischen Beweggründen leiten lassen. Neben der Wirtschaftskrise, die sicherlich noch nicht überwunden ist (fragen sie mal die Menschen auf der Straße) und den Naturkatastrophen gibt es auch eine große Richtungskrise. Viele von uns und im großen auch die Politik scheinen nicht mehr zu wissen, wo es eigentlich hingehen soll. Ein gutes Beispiel ist die Atomenergie. Die Menschenkette am vergangenen Wochenende hat deutlich gezeigt, wie besorgt und engagiert viele Menschen sind.

Zur Verdeutlichung zitiere ich hier nochmal meine Texte zu den astrologischen Konstellationen.

Am 26. April stehen sich Saturn und Uranus in der Opposition gegenüber. Es ist das vierte von insgesamt fünf Treffen dieser Planeten und das letzte in den Zeichen Jungfrau und Fische. Im September 2009 habe ich dazu geschrieben: „Am 15, September steht Saturn das dritte Mal in Opposition zu Uranus. Saturn steht dabei auf 24°43` in der Jungfrau und ist direktläufig. Uranus steht genau gegenüber auf 24°43` in den Fischen und ist rückläufig. Bereits am 5. Februar stand Saturn auf 20°39` in der Jungfrau das zweite Mal in Opposition zu Uranus auf 20°39` in den Fischen. Saturn war dabei rückläufig, Uranus direktläufig. Die erste Opposition gab es am 4. November 2008, und 2010 wird es zwei weitere Oppositionen zwischen Saturn und Uranus geben.
Dieser Aspekt hat mit dem Gegensatz zwischen Altem, Bewährten, Konservativen und dem am Verstand Orientierten (Saturn/Jungfrau) und dem Neuen, Unerwarteten, Unkonventionellen und mehr der Intuition Zugehörigen (Uranus/Fische) zu tun.“
Tatsächlich ist Saturn bei dieser vierten Opposition rückläufig und Uranus direktläufig. Im Gegensatz zur dritten Opposition im September 2009 ist diesmal Uranus aufgrund seiner Direktläufigkeit der stärkere der beiden, so dass es gute Chancen gibt, dass sich die unkonventionellen, auf mehr Freiheit und Neuerungen gerichteten Kräfte mehr durchsetzen können.
Vollmond April 2010

Am 28. April stehen sich die Sonne im Stier und der Mond im Skorpion auf 8 Grad zum Vollmond gegenüber. Im Quadrat zum Mars kann es zu Auseinandersetzungen um Macht oder Besitz kommen. Grundsätzlich ist die Frage zu beantworten, was gebe ich aus, um meine Sicherheit zu bewahren. Der Vollmond bringt viele Dinge ans Licht, in die Sichtbarkeit. Somit kann dieser Vollmond ein Licht auf die zur Zeit aktuellen Konstellationen werfen und deutlich machen, worum es wirklich geht. Grundsätzlich kann auch die Polarität Macht/Ohnmacht beleuchtet werden.

Die vierte Opposition von Saturn und Uranus

April 25, 2010

Am 26. April stehen sich Saturn und Uranus in der Opposition gegenüber. Es ist das vierte von insgesamt fünf Treffen dieser Planeten und das letzte in den Zeichen Jungfrau und Fische. Im September 2009 habe ich dazu geschrieben: „Am 15, September steht Saturn das dritte Mal in Opposition zu Uranus. Saturn steht dabei auf 24°43` in der Jungfrau und ist direktläufig. Uranus steht genau gegenüber auf 24°43` in den Fischen und ist rückläufig. Bereits am 5. Februar stand Saturn auf 20°39` in der Jungfrau das zweite Mal in Opposition zu Uranus auf 20°39` in den Fischen. Saturn war dabei rückläufig, Uranus direktläufig. Die erste Opposition gab es am 4. November 2008, und 2010 wird es zwei weitere Oppositionen zwischen Saturn und Uranus geben.
Dieser Aspekt hat mit dem Gegensatz zwischen Altem, Bewährten, Konservativen und dem am Verstand Orientierten (Saturn/Jungfrau) und dem Neuen, Unerwarteten, Unkonventionellen und mehr der Intuition Zugehörigen (Uranus/Fische) zu tun.“
Tatsächlich ist Saturn bei dieser vierten Opposition rückläufig und Uranus direktläufig. Im Gegensatz zur dritten Opposition im September 2009 ist diesmal Uranus aufgrund seiner Direktläufigkeit der stärkere der beiden, so dass es gute Chancen gibt, dass sich die unkonventionellen, auf mehr Freiheit und Neuerungen gerichteten Kräfte mehr durchsetzen können.

Ein gutes Beispiel ist die wieder entbrannte Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie. Gerade jetzt gab es die 120 km lange Menschenkette aus Protest gegen die Atomenergie. Gleichermaßen haben Studien gezeigt, dass immer mehr Strom in Deutschland aus erneuerbarer Energie genutzt wird. So steht auch hier Saturn für das alte Weltbild und Uranus für diejenigen, die dagegen aufbegehren. Wenn wir uns die längerfristig wirksamen Transite ansehen, dann glaube ich nicht, dass sich die Atomenergie in Deutschland auf Dauer noch wird durchsetzen können.

Merkur rückläufig

April 19, 2010

Morgen (am 20. April 2010) wechselt die Sonne in das mittlere Frühlingszeichen, dem Stier. Damit sind Themen wie Sicherheit, aber auch Geniessen angesagt. Zum Thema Sicherheit gehört auch die Geldanlage. Dafür ist die Phase mit der Sonne im Stier tatsächlich gut geeignet, aber seit gestern ist der Merkur rückläufig und damit ist in diesem Bereich Vorsicht angebracht.

Am 18. April wird Merkur auf 12 Grad im Stier rückläufig. Er bleibt dies bis zum 12. Mai. Die Position wie zu Beginn seiner Rückläufigkeit erreicht er erst am 28. Mai wieder. In dieser Zeit kann es ungünstig sein, Verträge zu unterzeichnen, größere Kaufvorhaben zu realisieren oder allgemein wichtige Entscheidungen zu treffen.

Merkur ist auch der Signifikator für Bewegung allgemein und den Verkehr generell. Somit kann sich das durch das Flugverbot angerichtete Chaos sogar noch verschlimmern in den nächsten Tagen. Zusammen mit der Opposition von Saturn und Uranus (ich schrieb bereits darüber) haben wir ein treffendes Bild der Verkehrslage in diesen Tagen.

Einschränkung im Flugverkehr

April 15, 2010

Auf allen Nachrichtenkanälen ist es zu hören, zu lesen und zu sehen. Der Flugverkehr (aktuell ist auch der Hamburger Flughafen betroffen) ist massiv eingeschränkt durch die Wolke aus Asche aus Island, ausgelöst durch den Vulkanausbruch. Astrologisch interessant ist in diesem Zusammenhang, dass am 26. April die Opposition von Saturn (zurück in der Jungfrau) und Uranus in den Fischen perfekt wird. Uranus steht allgemein für das Fliegen und ist damit das Symbol für den Flugverkehr und Saturn sind Hemmungen, Blockaden und Bremsen, demnach gebremster Flugverkehr. Deutlicher gehrt es kaum noch.

Anabela Cudell: „ Das galaktische Zentrum und seine astrologische Bedeutung“

April 14, 2010

Anabela Cudell: „ Das galaktische Zentrum und seine astrologische Bedeutung“

Neben Chiron, seinem Hauptverlag, unterhält Reinhard Stiehle mit astronova einen weiteren Verlag, der seine Bücher nur über das Internet vertreibt. Hier sind bereits etliche gute Bücher aus dem großen Bereich der Astrologie erschienen, die es sonst wohl in gedruckter Form nicht gegeben hätte. Dazu gehört auch das Buch über das Galaktische Zentrum von Anabela Cudell.

Ich fand es schon immer überaus faszinierend, dass sich die Venus in meinem Horoskop direkt auf dem Galaktischen Zentrum befindet und so habe ich dieses Werk ausgiebig studiert und es hat sich gelohnt. Anabela Cudell hat auch studiert, unter anderem Physik und Astronomie. Letzteres ist eindeutig ein Vorteil, wenn es darum geht, den Bereich der Fixsterne analysieren zu wollen. So beginnt sie ihr Buch mit den astronomischen Perspektiven. Diese fand ich sehr interessant.

Das Galaktische Zentrum ist der Mittelpunkt unserer Milchstraße. Es ist nicht nur eine Ansammlung vieler Sterne, sondern auch das in ihrem Kern enthaltene schwarze Loch! In den historischen Perspektiven wagt die Autorin auch einen Blick in die Sichtweise der Mayas und Inkas und eröffnet einige interessante Aspekte, was die Prophezeiungen der Mayas auch zum Jahre 2012 anbelangt. Nach dem mythologischen und symbolischen Perspektiven werden auch die Unterschiede des tropischen und siderischen Tierkreis herangezogen, bis sie dann zu den astrologischen Perspektiven kommt. Es werden alle relevanten Planeten und Punkte (Aszendent, DC, MC, IC) in Konjunktion mit dem Galaktischen Zentrum besprochen, auch die Venus und sich muss sagen, dass Frau Cudell eine zum Teil von meiner bisherigen Interpretation abweichende, aber auch eine neue beachtenswerte Deutung benutzt.

Die Beispielhoroskope sind gut gewählt (Ludwig van Beethoven, Tina Turner, Joschka Fischer und Karl Marx), das Buch ist gut aufgebaut, kurz und bündig und mit erhellenden Graphiken versehen. Und das Beste ist, dass am Ende des Buches quasi als Zugabe noch einige der Fixsterne erklärt werden und die Autorin sogar mit uns ins schwarze Loch reist.

Somit empfehle ich dieses Buch vor allem, weil es für mich etwas wirklich Neues enthielt.

Auslösungen durch die Mondknotenachse

April 12, 2010

Häufig können wir beobachten, dass die sich rückwärts bewegende Mondknotenachse im Transit Ereignisse auslösende Tendenz hat. Wie der Kollege in seinem lesenswerten blog andeutet, finden wir diese These bestätigt in den Horoskopen zum tragischen Tod von Lech Kacynski beim Absturz des Flugzeuges am Sonnabend. Im Horoskop des Absturzes steht der laufende Südknoten auf dem Chiron im Horoskop von Polen im achten Haus. Das achte Haus steht für Transformation, also trivial betrachtet auch für den Tod. Chiron ist der tödlich verwundete Heiler, der demgemäß für schicksalshafte Wunden und Verletzungen steht. Diese tragische Ereignis kann in der Zukunft aber auch die Chance für Polen bedeuten, sich aus dem eigene Inneren heraus zu erneuern, auch wenn das kein Trost ist für die am Unfall Beteiligten.

Widersprüchlichkeit

April 12, 2010

Wir Menschen können gar nicht anders. Wir sind widersprüchlich. Ein weiser Mensch hat einmal gesagt, dass der Mensch zwischen Himmel und Erde steht, um die kosmischen Energien zwischen beiden zu leiten. Anders gesagt, finden wir sowohl tierische wie auch göttliche Anteile in uns Menschen, auch wenn sie in dem einen oder anderen Fall doch sehr unterschiedlich verteilt sind.

In unserer Arbeit, in unserem Auftreten oder auch in unseren Beziehungen wollen wir gern ein bestimmtes Bild von uns vermitteln, häufig werben wir so für uns, aber ist es wirklich so undenkbar, dass dieser Bild nicht immer der Wirklichkeit entspricht. Haben wir alle nicht mal Angst oder einfach keine Bock? Macht uns das damit zu unredlichen Charakteren?

Ist es nicht vielmehr Weisheit, Wahrheit nicht etwa anzustreben sondern diese zu leben. Das zu sein, was wir sind, ist das, was wir sind und nichts anderes können wir sein. Und die wenigsten können tatsächlich in einen anderen hineinsehen, meistens sehen wir nur das, was wir (auch im anderen) sehen wollen. So bestätigt sich das, was wir denken. Und in Wirklichkeit sind wir ohnehin nichts von alledem. Wir sind eben nicht der Inhalt oder die Form, sondern …..

Strategien mit der Krise umzugehen

April 8, 2010

Folgenden Artikel konnte ich in Astrologie Heute 141 im Februar/März 2010 veröffentlichen. Aber die verehrten Leser dieses Blogs sollen diesen auch lesen können. 🙂

Strategien und Techniken mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise umzugehen

Einleitung

Es ist wohl unbestritten, dass wir uns in einer aus der Finanzkrise in eine Wirtschaftskrise verwandelten Situation befinden. Immer mehr Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich diese Wirtschaftskrise in eine umfassende gesellschaftliche Gesamtkrise wandeln könnte. Was in diesem Zusammenhang ganz deutlich gesagt werden muss, ist, dass es letztlich immer die Menschen sind, die davon betroffen sind. Es ist das Individuum, welches sich diesen veränderten Umständen und damit der Krise stellen muss. Schon seit längerer Zeit weisen Astrologen (siehe Astrologie Heute oder Giesow.de) darauf hin, dass sich diese Entwicklungen auch astrologisch abbilden.

Die aktuelle Situation astrologisch betrachtet

Zur Zeit (Januar 2010) befinden wir uns astrologisch betrachtet mitten im Geschehen. Eine der beherrschenden Konstellationen ist die Opposition von Saturn und Uranus. Diese Opposition wird zwischen 2008 und 2010 fünfmal exakt und bildet den gesellschaftlichen Konflikt zwischen dem alten und dem neuen Weltbild ab. Schon im April 2010 werden sich Saturn und Uranus ein viertes und letztes Mal aus den Zeichen Jungfrau (Saturn) und Fische (Uranus) gegenüberstehen. Damit ergibt sich tatsächlich ein letztes Mal die Gelegenheit, Versäumtes in den Bereichen Gesundheit, Ökologie und knappe Ressourcen nachzuholen. Denn Saturn hat nur für kurze Zeit die Waage verlassen, er wird dort am 21. Juli wieder eintreten und auch Uranus ist dabei, aus dem Zeichen Fische in Richtung Widder zu wechseln. Und die Bilanz fällt nicht unbedingt positiv aus, wenn wir bedenken, wie minimal die Ergebnisse bei Klimagipfel in Kopenhagen waren und welches Chaos im Gesundheitssystem zumindest auf Deutschland bezogen herrscht. Da gibt es eine Menge zu tun, denn Uranus wechselt bereits im Mai 2010 in den Widder (endgültig ab März 2011) und damit wird der kardinale Konflikt (Kardinale Klimax) immer deutlicher.

Außerdem befindet sich Pluto als der Planet der Wandlung seit Ende 2008 im Steinbock. Der Steinbock gilt als das Zeichen der Gesellschaft, sowie ihrer Regeln und Gesetze. Bereits im letzten Jahr (2009) hatte sich der so genannte kardinale Konflikt dadurch konkretisiert, dass sich Saturn in die Waage bewegt und im November das erste von drei Malen ins Quadrat zum Pluto getreten war. Dieses Quadrat ist umso brisanter, da Saturn der Herrscher des Steinbocks ist, in dem sich der Pluto befindet. Der kardinale Konflikt wird sich von 2010 bis 2012 noch steigern, da sich dann auch noch Uranus im Widder dazu gesellt, der bis ins Jahr 2015 sieben (!) exakte Quadrate zum Pluto im Steinbock machen wird.

Bedeutung

Das bedeutet für uns Menschen, dass wir in einer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise leben, die sich voraussichtlich bis 2015/2016 hinziehen wird und unser Weltbild verändern wird. Die Frage ist nun, wie können wir uns auf diese veränderten Umstände einstellen? Gibt es vielleicht sogar Möglichkeiten und Chancen, die wir nutzen können? Und die wesentliche Frage aus spiritueller Sicht heraus gestellt, lautet: Kann uns diese Krise helfen, aufzuwachen und unsere wahre Natur zu erkennen?

Die Planeten als urprinzipielle Energien

In der Astrologie stehen die Planeten für die grundlegenden urprinzipiellen Energien. Sie dienen als Rahmen, um die durch die Krise entstehenden Möglichkeiten zu verdeutlichen.

Sonne

Das Selbst, das Handeln, die Identität

Es gilt in dieser Krise den Gegensatz zwischen der Ware Ich-AG und der wahren Ich-AG zu erkennen. Die wahre Ich-AG meint, dass wir uns auf unser eigenes Selbst, auf unsere eigene Kraft und Initiative besinnen sollten und selbständig handeln lernen. Dazu ist die Entwicklung von Vertrauen sehr wichtig, denn es gibt eine Kraft im Universum, die uns trägt. „Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch“ (Bibelstelle Matthäus 6.26).

Es gilt auch hier, eine Balance zwischen eigener Initiative und Vertrauen zu entwickeln.

Häufig werden wir vom Leben besonders hart geprüft, ob wir auch in schwierigen Zeiten Vertrauen haben. Diesen Punkt illustriert die Geschichte von Jonas und dem Walfisch besonders gut. Jonas, der sich erst weigert, Gottes Willen auszuführen und nach schwierigen Prüfungen dann diesen Willen besonders gut erfüllt.

Mond

Die Gefühle, die Bedürfnisse, das Innenleben

Wir sollten uns nicht von den resignierenden und deprimierenden Gefühlen anderer oder allgemein der Medien (Presse) anstecken lassen, sondern mehr auf unsere eigenen Gefühle achten. Wenn dort tatsächlich Ängste aufsteigen sollten, ist das eine gute Chance, diese Gefühle zu bearbeiten. Die Krise kann somit als Auslöser verdrängter Gefühlsinhalte wirken.

Der Mond steht auch für das Familiäre, sowie das Gefühl zu Hause zu sein. Und tatsächlich kann in Zeiten der Krise wie auch jetzt ein Rückzug ins Familiäre, ins Private beobachtet werden. Dabei ist nichts dagegen einzuwenden, wenn wir uns auf unsere Familie und unsere Freunde beziehen. Dieses Verhalten ist dann gut, wenn es ehrlich ist und es ist dann schlecht, wenn es eine Flucht vor der Realität bedeutet.

Merkur

Das Denken, das Kommunizieren, das Analysieren

Wir leben im Informationszeitalter. Die Macht des Verstandes ist sehr groß und man könnte manchmal denken, dass nicht mehr die Sonne (das Sein), sondern der Merkur (das Denken) im Mittelpunkt stände. Es ist unser Verstand, der sich auf jedes Problem stürzt, um unsere Aufmerksamkeit zu binden. Besonders gut hat dies Eckhart Tolle in seinem Buch „Jetzt“ zum Ausdruck gebracht. Die aktuelle Situation ist demnach sehr geeignet, um immer mehr Probleme zu erschaffen und auch mögliche Auswirkungen in der Zukunft künstlich zu verstärken.

Die Dominanz des Verstandes in unserem Leben lässt Probleme viel größer und bedeutsamer erscheinen, als sie es wirklich sind. Die Krise mit ihren individuellen Auswirkungen bietet auf dieser Ebene die Chance, diese Gedankenmuster zu erkennen und bearbeiten. Wenn es uns dabei gelingt, die Dominanz des Verstandes ein wenig zu lockern, kann es uns gelingen mehr in die Qualität des Seins zu kommen.

Venus

Die Liebe, Schönheit, Harmonie, Beziehungen

Die Venus hat mit dem Wertgefühl zu tun. Dieses Wertgefühl kann individuell wie auch kollektiv unter den Auswirkungen der Krise leiden. Es geht darum, neue Werte zu kreieren oder sogar eine Kehrtwendung zu vollziehen. Viele von uns beziehen sich auf äußere Werte. Vielleicht geht es jetzt darum, dass wir uns mehr auf die inneren Werte zu beziehen. Vielleicht müssen sogar grundsätzlich viele Dinge unseres Lebens neu bewertet werden.

Diese Krise kann auch dazu führen, dass wir nach größerer Autonomie streben, auch weil wir erkannt haben, inwieweit wir von der Wirtschaft abhängig geworden sind. Ein illustrierendes Beispiel ist, dass viele Menschen wieder vermehrt eigene Gärten anlegen, sowie ihre Obstbäume kultivieren. Daraus resultiert größere Unabhängigkeit. Gleiches gilt grundsätzlich auch für das Thema „Energie“. Viele Menschen spielen inzwischen mit der Idee, eigene kleine Stromaggregate zu installieren.

Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Probleme nicht ausschließlich in unsere Beziehungen transportieren, sondern erkennen, dass diese uns den so wichtigen Schutz in diesen schwierigen Zeiten bieten können.

Mars

Die Energie, Durchsetzung, Kraft

Der Mars steht für die Kraft der Durchsetzung. Wer diese besitzt, kann tätig werden, „kann machen“, ist demnach mächtig. Es geht darum, dass wir jetzt aus unserer Ohnmacht erwachen, dass wir erkennen, dass wir unsere Macht abgegeben haben und dass es nun an der Zeit ist, uns unsere Macht zurück zu holen. Es ist wichtig, dass uns klar wird, dass wir unsere Macht an Politiker, Wirtschaftsfachleute, Banker u.a. abgegeben haben. Es ist an der Zeit, dass wir unser eigene Kraft wieder entdecken und damit beginnen, eigene Initiativen zu entwickeln, eigene politische Richtungen kreieren oder unterstützen (siehe dazu beispielhaft die Partei der Violetten).

Jupiter

Fülle, Sinn, Glück

Wo kann Fülle, Sinn und Glück gefunden werden, wenn es wirtschaftlich bergab geht, die Arbeitslosenzahlen steigen und für viele Menschen eine neue Zeit der Not anbricht? Aber gerade in solchen Zeiten kann sich der Fokus dessen, was für uns Glück bedeutet, verschieben. Statt immer weiter auf Wachstum und höhere Erträge zu setzen, kann Glück und Sinn auch in anderen Bereichen (Familie, Natur, Besinnung auf andere Werte, Freundschaft, innere Erfüllung, Meditation, Gott) gefunden werden.

Saturn

Geduld, Disziplin, Reduktion auf das Wesentliche

Aus der Sicht des Saturn geht es wieder einmal um die Reduktion auf das Wesentliche. Wenn wir aufgrund der Auswirkungen der Krise auf den (äußeren) Konsum etwas verzichten müssen, dann werden uns im Idealfall die inneren Werte wieder deutlicher bewusst. Muss wirklich jeder ein eigenes Auto fahren? Hier kann ein Verzicht einen guten Beitrag leisten, was die Ersparnis von Geld und Ressourcen der Umwelt anbelangt.

Regeln und Gesetze müssen in einer wahren Demokratie für alle gelten (auch für Politiker, Manager, Banker etc.), und eben auch für die Reichen und wir als mündige Bürger müssen mit dafür sorgen, dass diese auch eingehalten und angewendet werden. Letztlich geht alle Macht vom Volke aus. Nur dadurch ist es letztlich zur Wiedervereinigung (Montagsdemonstrationen) gekommen. Oder denken wir daran, dass Shell einmal vorhatte eine Bohrinsel im Meer zu versenken und wir als die Konsumenten haben in beträchtlichem Maße nicht mehr dort getankt, so dass Shell einen anderen Weg finden musste. Wir müssen uns unserer Macht als Konsumenten nur wieder bewusst werden.

Dazu kommt natürlich, dass wir es lernen müssen, Geduld zu entwickeln, denn manche Dinge brauchen für zur Entfaltung einfach Zeit. Ein gutes Beispiel ist die alte Regel der Kaufleute, dass auf sieben fette häufig sieben magere Jahre folgen. Daher sorgt der gute Kaufmann in den fetten Zeiten für die mageren vor. Heutzutage interessieren nur noch kurzfristig realisierte Profite (siehe dazu die Krise um Karstadt beim Arcandor Konzern).

Uranus

Befreiung, Erfindung, Revolution

Die globale Krise kann uns helfen, wieder erfinderisch und kreativ zu werden. Dabei kann es uns gelingen, brachliegenden Ressourcen neu zu entdecken und Dinge einmal anders zu machen. Dafür ist es nötig, dass wir aus den alten Routinen ausbrechen.

Die Krise ist auch als Chance zur Befreiung aus alten und überlebten Strukturen zu sehen. In der Zeit der Entdeckung des Uranus gab es thematisch ähnliche Konstellationen, die dann auch zur Französischen Revolution geführt haben und diese für das Ende der damals herrschenden Klasse!

Neptun

Spiritualität, Religion, Illusion

Wahre Spiritualität oder Religion scheint nur an den Randbereichen mit der äußeren Welt zu tun haben. Diese Krise kann uns helfen, die Dinge auch einmal grundlegend in Frage zu stellen und uns mehr dem formlosen Bereich zuzuwenden. Frieden, Glück und Erfüllung muss nicht immer in mehr Konsum und ständig neuen Sinnenreizen bestehen. Viele religiöse Lehrer weisen darauf hin, dass gerade in der Hinwendung auf das eigene Innere Erfüllung und Glück erfahren werden können. Oft wird auch gesagt, dass die erfahrbare Welt Maya oder eine Illusion ist. Vielleicht kann uns diese Krise dahin bringen, dass wir uns dessen deutlicher bewusst werden. Damit kann ein Prozess des Erwachens initiiert werden.

Pluto

Wandlung, Ängste, Macht

Durch die Auswirkungen der Krise werden wir buchstäblich mit unseren tiefsten Ängsten konfrontiert. Aus psychologischer Sicht gesehen ist das auch positiv, so können wir uns diese einmal ansehen. Nur durch das Bewusst werden der Ängste besteht überhaupt die Möglichkeit, diese umzuwandeln. Wir müssen dabei unterscheiden lernen, welche Ängste  wirklich sind und welche nur erzeugt werden, um uns weiterhin in Abhängigkeit zu halten. Diese Krise mit ihren Auswirkungen kann transformierend für uns sein, wenn wir erkennen, dass diese Ängste und die Machtspiele der „Großen“ (Politik, Wirtschaft) uns gar nicht wirklich betreffen können. In diesem Prozess der Wandlung können wir erkennen, dass wir nicht mehr in dieser Weise manipuliert werden können. Analog zu dem unter Mars gesagtem, kann uns klar werden, dass wir selber Macht haben. Unsere eigene Macht können wir einsetzen, um neue kollektive Prozesse zu initiieren.

Chiron

Verletzungen, Heilung, Integration

Es gilt sich in dieser Krise den erlittenen Verletzungen zu stellen, auch damit diese heilen können. Dazu können auch Erfahrungen von Verlust (Arbeitsplatz, Geld, Würde, Stolz) gehören. Es gibt viele Möglichkeiten, welche schwierigen Gefühle hier geweckt worden sein können. Nur die Bewusstmachung dieser Gefühle kann den Grundstock für eine mögliche Integration und Heilung legen.

Mondknoten

Verbindung, Gemeinschaft

Anstatt, dass wir uns vereinzelnd zurückzuziehen, sollten wir uns eher mit Gleichgesinnten verbinden, um starke, neue und unabhängige Gemeinschaften zu bilden, auch, um eine alternative, den Menschen und die Natur mit ihren Bedürfnissen gerechte Gesellschaft und damit auch Wirtschaft zu kreieren und zu etablieren.

Resümee

Diese sich immer mehr zur globalen Krise entwickelnden wirtschaftlichen und finanzpolitischen Umstände erfordern besonders von uns Astrologen nicht nur eine genaue Beobachtung der Lage, sondern auch die Entwicklung von echten Alternativen. Dabei erscheint es mir als besonders wichtig, dass wir nicht in den Fehler verfallen, unser astrologisches Denken an das gängige Weltbild anzupassen. Hier ist unsere besondere Achtsamkeit gefordert. Dieser Artikel soll dazu eine Anregung darstellen.

Literatur

Norbert Giesow: „Astrologie und Buddhismus“   astronova Versand 2008

Alexandra Klinghammer & Claude Weiss: „Wendezeit 2010-2012“  Edition Astrodata 2009

Eckhart Tolle. „Jetzt“  Kamphausen Verlag  hier 17. Auflage 2007

Norbert Giesow

Autor und Astrologe

www.giesow.de

Jackie Leven

April 7, 2010

Der großartige Singer und Songwriter Jackie Leven hat eine neue CD veröffentlicht und wird zu Konzerten nach Deutschland kommen.

seine Homepage

Stimmengewirr auf gewundenen Wegen: Meisterhaftes vom schottischen Songwriter.

Auf seinem ersten Studioalbum seit dem 2008er „Lovers At The Gun Club“ begibt sich Jackie Leven auf die „Gothic Road“: einer gewundenen Straße des Lebens, die zu vielen Orten mit wundersamen Geschichten und ebenso wunderlichen Personen führt. Da wird „John Paul Getty s Silver Cadillac“ besungen, ein wenig über Tilda Swinton nachgedacht, Dolly Parton, Patsy Cline und Boy Dylan werden zitiert, von Cher wird geträumt, der Seeleute der untergegangenen Kursk mit einem düsteren Chor gedacht, und selbst die deutsche Stimme eines Autonavigationsgeräts kommt zu Wort. Ein weltliches Stimmengewirr, das durch die Emotionalität des schottischen Sängers und Songwriters in Songs voller Wärme und fast schon religiöser Tiefe kanalisiert wird. Mitgeholfen haben Leven diesmal der englische Songwriter Ralph McTell („Streets Of London“), Michael Cosgrave und Produzent David Wrench. Ein weiteres Meisterwerk eines erstaunlichen Musikers.    Amazon

Der Glaube an die Astrologie

April 5, 2010

Wie oft bin ich schon gefragt worden, ob ich denn an die Astrologie glaube. Inzwischen antworte ich meistens darauf, ob derjenige denn an die Quantenphysik glauben würde oder an die Medizin. Denn, wenn ich zum Arzt gehe, dann muss ich tatsächlich daran glauben, dass, was er mir sagt oder meistens eher verschreibt, mir auch helfen wird.

Glauben heißt nicht wissen, denn wenn wir etwas ganz genau wissen, dann müssen wir nicht daran glauben. Wenn ich beispielsweise eine Gotteserfahrung gemacht habe, dann weiß ich für mich, dass Gott existiert, ich brauche dann nicht mehr an ihn glauben.

Astrologie hat mehr mit Erfahrung zu tun. Ich kann die Erfahrung machen, dass sie funktioniert, dass mir mein Horoskop Erkenntnisse über mich liefern kann, dass es möglich ist, Tendenzen aus der Zukunft vorherzusagen. Das alles hat mit Glauben so gar nichts zu tun. Was die Menschen meinen, ist vielleicht, glaubst du daran, dass mit Hilfe der Astrologie die Zukunft voraussagbar ist. Auch daran kann ich wirklich nicht glauben, denn ich weiß, dass sie es nicht ist.

Astrologie kann die Qualität der Zeit angeben, sie kann uns Auskunft darüber geben, ob ein gewisser Zeitpunkt oder Zeitrahmen für dies oder das geeignet ist oder eher nicht geeignet ist. Und das können wir auch für einen jetzt noch in der Zukunft liegenden Zeitrahmen machen. Wir können so beispielsweise in Erfahrung bringen, dass es im Sommer 2010 keine gute Zeit ist für einen Berufswechsel, nichtsdestotrotz können wir unsern Job verlieren oder einen neuen antreten, aber diese Umstände sind dann nicht so optimal für uns. Das lehrt uns die Erfahrung.

Würde man mich fragen, ob ich die Erfahrung machen würde, dass Astrologie funktioniert, dann könnte ich sagen, aber ja. Aber warum sie funktioniert, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist das dann ja Glaubenssache? Aber so recht glaube ich daran aber auch nicht. 🙂