Archiv für die Kategorie ‘Weisheit’

Nicht weglaufen

November 11, 2009

Unser Problem besteht darin, dass wir immer weglaufen. Dabei liegt Glück und Erfüllung immer im aktuellen Moment. Aber wir sind dazu konditioniert, diesem Moment auszuweichen. Letztlich ist das eine erlernte Strategie unseres Verstandes, der seine Vorherrschaft dadurch erhalten will, indem er zu verhindern sucht, dass wir präsent im Hier und Jetzt sind. Diese Präsens macht viele Gedankenkonstrukte überflüssig, was wiederum dem Verstand Angst macht.

In einer berühmten Geschichte wird der Buddha von einem Mörder verfolgt, der ihn töten will. Aber je schneller der Mörder auch läuft, er kann den achtsam einher schreitenden Buddha nicht einholen. Daraufhin schreit der Mörder: „Mönch bleib stehen!“ Worauf der Buddha sagt: „Ich bin längst stehen geblieben, du bist derjenige, der nicht stehen bleibt.“

Natürlich ist es ungewohnt für uns, wenn wir uns den Empfindungen und Gefühlen des aktuellen Moments aussetzen, aber wenn wir uns dieses immer wieder erlauben, dann verlieren diese Emotionen ihre Gewichtigkeit und alles wird ruhiger.

Die Ignoranz der Verblödung

Dezember 21, 2008

 

Die Ignoranz der Verblödung

 

Wir leben alle in einem Traum. Nach dem Verständnis bestimmter Religionen erleben wir unser Leben gar nicht wirklich, sondern träumen nur. Die Ignoranz der Verblödung besteht nun darin, dass wir das für real halten. Wenn wir in der Nacht träumen, und am Morgen aufwachen, dann glauben wir nicht, dass der Traum wirklich ist, sondern uns ist klar, dass wir geträumt haben.

 

Nur diesen Lebenstraum halten wir weiterhin für real. Zumindest solange, bis wir aus ihm aufwachen. Dann wird uns das Ausmaß unserer Verblödung erst richtig deutlich werden und wir werden anhaltend lachen. So wie es auch von einigen Mystikern beschrieben ist, die genau das taten, als sie erwachten.

 

Und doch hat dieser Traum des Lebens eine unglaubliche Konsistenz. Diese anscheinende Beständigkeit macht es für uns auch so schwierig, die dahinter liegende Illusion zu durchschauen. Die besondere Schwierigkeit oder man kann auch sagen, das Paradoxon besteht darin, dass die Person, die versucht, die Illusion zu durchschauen, Teil dieser Illusion ist. So als würde eine Figur, die wir des Nachts träumen, versuchen, aus unserem Traum aufzuwachen. Dabei existiert diese Figur außerhalb unseres Traumes gar nicht. Sie hat keine darüber hinaus gehende Existenz. Es gibt in der bekannten Fernsehserie „Star Trek“ immer wieder Episoden, die dieses Dilemma darstellen. Ich erinnere mich an eine Folge, in der sich ein Softwarprogramm der so genannten Holo-Suite bewusst wird zu existieren und sich weigert abgestellt zu werden. Das bringt nun die Crew der Enterprsie in große Not, denn weder können sie dem Programm eine eigenständige Existenz geben, noch können sie ohne „schlechtes Gewissen“ dieses Programm einfach abschalten, also töten.

 

Somit ist für uns ein Erwachen aus dem großen Lebenstraum in dem Sinn problematisch, weil es uns als Geträumten dann ja nicht mehr gibt. Also warum sollten wir danach streben, uns selbst auszulöschen?

 

Und doch….

 

Und doch ist da der Wunsch hinter den Vorhang zu blicken, die Illusion zu durchschauen, uns unserer wahren Natur bewusst zu werden. Das liegt natürlich auch daran, dass wir in unserer Essenz genau das sind, was wir suchen. Das Göttliche oder der göttliche Seinsgrund ist immer da. Er muss nicht neu entdeckt werden oder frei geschaufelt. So ist es klar, dass es in unserer illusorischen Traumnatur die Sehnsucht nach dem Wahrem gibt. Obwohl auch das eigentlich ein Widerspruch ist, denn wie kann etwas Geträumtes den Wunsch nach dem Erwachen aus dem Traum haben.

 

Aber was nützt das alles? Auch wenn wir nur Figuren in einem Traum sind, so können wir uns doch darum bemühen, den Traum gut zu leben. Und was ist ein gut gelebtes Leben. Ein gut gelebtes Leben ist ein Leben mit Herz. Nur wenn es uns geleingt, aus dem Herzen zu leben, macht unser Leben einen Sinn, ob es nun ein Traum ist oder nicht.

 

Auf gewisse Weise sind wir alle mit einander verbunden. Ähnlich wie die Zellen unseres Körpers sich zu Organen zusammenfügen, so bildet vielleicht auch die Menschheit eine Einheit, ohne sich dessen bisher bewusst zu sein. Und ebenso wie das Organ leidet, wenn Zellen entarten, so leidet auch die Menschheit unter dem negativen Verhalten einzelner. Das Universum ist nach bestimten und klaren Gestzen aufgebaut. Ein Prinzip ist das Gesetz des Holismus. Das bedeutet, dass in jedem Teil das Ganze enthalten ist. Wir kennen dieses Prinzip von dem Hologramm. In einem Teil oder Splitter des Hologramms ist wiederum das ganze Hologramm als Bild enthalten. So findet sich auch in jeder Zelle des menschlichen Körpers der genetische Code.

 

Ein zweites wichiges Prinzip ist das Prinzip der Verschachtelung, wie ich es nennen möchte. So ordnen sich alle Systeme in höheren Systemen an. Die Erde beispielswiese gehört zum Sonnensystem mit der Sonne als dem zentralen Gestirn. Die Sonne wiederum ist ein Stern und Sterne ordnen sich in Galaxien.

 

Dieses Prinzip gilt auch für uns. So wie wir vielleicht geträumt werden, so träumen auch wir. Damit sind wir für unsere Traumgestalten der ominöse und nicht zu fassende Träumer.

In den Tagen vor Weihnachten

Dezember 12, 2008

In den Tagen vor Weihnachten ist immer viel los. Oft frage ich mich, wieso eigentlich immer so eine Hektik aufkommt, denn nicht nur ist dieses Datum weit voraus bekannt, nein, es geht in den meisten Fällen doch nur darum, Geschenke zu kaufen und nicht um eine Herzoperation.

Wenn die Sonne in ihrem jährlichen Lauf vom Schützen in den Steinbock wechselt, dann kommt es zur längsten Nacht des Jahres. Astrologisch gesehen spricht eine Menge dafür, dann das neue Jahr beginnen zu lassen. Somit liegt das Weihnachtsfest im Grunde zu Beginn des Jahres und feiert die Wiederkehr der Sonne, was wir symbolisch daran erkennen können, dass die Tage dann wieder länger werden.

Und so müssen die Menschen vielleicht noch alle alten Geschäfte des Jahres zuende bringen und da sich viele nicht an ihre inneren Themen heran trauen, wird diese Energie in den Weihnachtsrummel gesteckt.

Überhaupt werden in diesen Tagen die schwierigen astrologischen Konstellationen wieder einmal sehr deutlich. Wir brauchen nur in die Zeitung oder ins Internet zu schauen, um zu sehen, was zur Zeit abgeht.

Am heutigen Tag (12.12.08) ist Vollmond mit der Sonne im Schützen und dem Mond gegenüber in den Zwilingen. Der Vollmond bringt die herrschende Energie gerne in den Fokus! Der Vollmond steht in Konjnktion zu Mars (viel Energie) und im Quadrat zu Saturn und Uranus. Dieses ist eine besonder stark wirkende Spannungsfigur, was wir ja auch in den sich entladenden Spannungen in Athen und anderen Städten beobachten können.

Die Opposition von Saturn und Uranus wirkt schon länger und wird sich noch bis 2010 bemerkbar machen. Sie steht symbolisch für den Konflikt des Alten gegen das Neue und dieser Kampf wird durch den Vollmond jetzt aktualisiert!!!

Der Merkur ist in den Steinbock gewechselt und trifft dort auf den Pluto, der sich nun  seit Ende November dort aufhält und vorhat, die nächsten Jahre (bis 2024) dort zu bleiben. Pluto wird symbolisch dafür sorgen, das sich die Struturen in der Gesellschaft, der Politik, der Wirtschaft etc. grundlegend wandeln und verändern werden. Merkur kann und jetzt schon einmal ein paar Ideen liefern, wie das aussehen könnte.

Ich möchte wieder einmal mit dem alten chinesischen Fluch enden, der da lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben!!!

Gewahrsein

Dezember 2, 2008

„Gewahrsein ist die Erkenntnis des Bewußtseins als Ganzes.“  Sri Nisargadatta Maharaj

Doppel-Deutigkeit

November 12, 2008

Doppeldeutigkeit. Doppelt zu deuten. Das Doppelte deuten. Die Deutung doppeln. Wie auch immer. Das Ding ist doch, dass es immer so offensichtlich (offen sichtlich) ist, dass wir es glatt übersehen. Schon in der Physik trieb es mir den Schweiß auf die Stirn. Es ging um Licht. Licht kann als Welle oder als Teilchen auftreten und beides ist irgendwie richtig. Licht ist Teilchen, Licht-Partikel und Licht ist Welle. Aber es ist nicht beides gleichzeitig. Es ist entweder Teilchen oder es ist Welle. Wenn es Welle ist, ist es kein Teilchen und wenn es Teilchen ist, dann ist es keine Welle.

Wir sind auch Licht – irgendwie. 

Das, was wir sind, ist auch doppeldeutig. Es ist doppelt zu deuten. Wir sind Person, Individuum, Mensch, also ein Teilchen, aber wir sind auch Selbst, Gott, das Ganze, also die Welle. Als Teilchen unterliegen wir Raum und Zeit, dem Prozess von Werden und Vergehen. Wir sind im Kontakt mit anderen Teilchen, interagieren und vergleichen uns, wollen vielleicht besser als andere Teilchen sein und wir wollen vor allem uns als Teilchen verbessern.

Als Welle verlieren wir nicht unseren Charakter als Teilchen, nein, sondern die Idee, das Konzept davon, Teilchen sein zu können, ist abwesend. Als Welle gibt es keine Zeit und keinen Raum, keine Sorgen, keine Schmerzen, keine Probleme, keinen Tod.

Also wollen wir gerne Welle sein, damit wir alle diese Schmerzen und Probleme nicht haben. Dieser Wunsch kann nur als Teilchen empfunden werden. Aber die (zeitweise) Existenz als Teilchen (siehe oben) macht die Existenz als Welle unmöglich. Falsches Wort. Dadurch, dass wir oder du als Teilchen da sind bedeutet, dass die Welle abwesend ist, obwohl sie natürlich nie abwesend ist. Häää? Paradox. Na klar, aber sicher doch. Als Welle gibt es keine Teilchen Existenz. So können spirituelle Meister wie Ramana Maharshi oder Sri Nisargadatta Maharaj oder Pooja oder Osho oder Madhukar aus ihrem Sein als Welle sprechen, obwohl sie als Teilchen erscheinen. Das ist bei uns ganz genau so!!! 

Auch wir springen ständig zwischen diesen Zuständen hin und her. Nur ist uns der jeweils andere Zustand nicht bewusst. Dem, der das weiß, der nimmt die Übergänge wahr und kann versuchen, die Sicht der Welle dem Teilchen zu erklären, was natürlich nicht funktionieren kann, es sei denn, das Teilchen wechselt in den Zustand der Welle, in dem es diese Erklärungen nicht braucht.

Deswegen versagen diese Meister auch alle. Tun sie nicht? Doch! Nur wir als Teilchen brauchen so dringend den Trost, dass jeder Wink auf unsere Natur als Welle eine mögliche Erinnerung hervorrufen kann und schon diese Erinnerung (was letztlich nichts anderes ist als ein kurzes – weil zeitloses – Eintauchen in die Natur der Welle) macht uns froh und wir projizieren das auf den Meister. Projektion ist nichts Schlechtes. Sie ist die Natur des Teilchen-Seins, denn nur als Teilchen stehen uns andere Teilchen gegenüber, auf die wir projizieren können.

Die Welle ist (nur) Welle und wird dies auch immer sein. Keine wie auch immer geartete Anstrengung des oder als Teilchen kann dem Welle-Sein etwas hinzufügen. Es kann dieses Sein noch nicht einmal berühren.

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Anstrengung

November 4, 2008

Kann die Erleuchtung durch Anstrengung erreicht werden? Das Rechte Bemühen wird zumindest im Buddhismus groß geschrieben. Warum auch sonst sollten wir uns in langen Meditationen üben, wenn wir nicht auf ein bestimmtes Ergebnis hoffen würden.

Es gibt die Geschichte aus dem Zen-Buddhismus dazu. Diese gebe ich hier frei wieder. Der Meister trifft den Schüler bei dessen Meditation und fragt ihn, was er (der Schüler) denn durch die Meditation zu erreichen hoffe, worauf der Schüler erwidert, dass er dadurch zum Buddha werden möchte. Der Meister nickt nur. Am nächsten Morgen trifft der Schüler den Meister im Garten. Dort reibt er mit einem Tuch über einen Stein. Der Schüler möchte vom Meister wissen, was er denn dort tue, worauf der Meister erwidert, dass er aus dem Stein einen Diamanten machen möchte. Da begreift der Schüler, was der Meister ihm damit sagen möchte.

Begreifen wir das auch?

Ich möchte absolut nichts Negatives gegen Meditation oder gegen das Bemühen sagen, nur unser Beweggrund sollte uns dabei klar sein.

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Wir sind das, was wir suchen. Wir sind der Buddha und der Versuch, zum Buddha werden zu wollen, hat etwas absurdes. Gleiches gilt für die Erleuchtung. Die Erleuchtung zu suchen bedeutet, sich von ihr zu entfernen.

Kshipra sagt

Juli 30, 2008

Kshipra sagt: “ DAS da draußen bist auch du.“

Kshipra sagt

Juli 19, 2008

Kshipra sagt: „Fokussiere auf den, der den inneren Dialog hört.“

Kshipra sagt:

Juli 13, 2008

Kshipra sagt: “ Wenn da zwei sind, sind da zwei zu viel.“

Kshipra sagt:

Juni 18, 2008

Kshipra sagt: Da gibt es absolut nichts zu lernen.