Karmische Astrologie

Siehe dazu auch www.sternzeichen.net

Karmische Astrologie ist ein sehr interessanter Bereich im Spektrum der Astrologie.

Mit dem Begriff karmische Astrologie werden zwei Begriffe zusammengebracht. Zum einen ist da die Astrologie und zum anderen der Begriff Karma. Es ist nicht einfach, in wenigen Sätzen zum Ausdruck zu bringen, was Karma ist und auch, was Karma nicht ist.

Gemeinhin wird Karma häufig mit Reinkarnation in Verbindung gesetzt. Reinkarnation heißt Wiedergeburt. Der Theorie nach werden wir immer wieder geboren, lernen von Leben (Inkarnation) zu Leben dazu, bis unser Karma zu Ende ist und wir erleuchtet oder erwacht sind und nicht mehr wiedergeboren werden müssen.

Aus dem Horoskop soll nun abgelesen werden können, was wir an Karma, also aus alten Rückständen aus vergangenen Leben mit in dieses hineinbringen. Bevor ich daran gehen werde, zu erläutern, was gemeinhin unter karmischer Astrologie verstanden wird, möchte ich meine persönliche Meinung kundtun. Das ganze Horoskop ist karmisch. Wir berechnen es auf den ersten eigenen Atemzug des Neugeborenen. In diesem Moment beginnt sein individuellen Leben und auch das Horoskop fängt diesen Moment ein. Bis dahin hat aber gar kein Leben stattgefunden, wenn wir die Zeit im Mutterleib nicht mitzählen, denn welches Karma können wir schon im Mutterleib erzeugen. Karma meint bewirkte Tat. Was haben wir schon im Mutterleib getan?

Das Horoskop stellt diese Moment dar und ist letztlich ein Sammelpunkt des Karmas, was zu dieser Geburt führt. Unser ganzes Leben ist karmisch. Karma beschreibt das Gesetz von Wirkung und Ursache.

Was viele Leute meinen, wenn sie vom Karma in ihrem Horoskop sprechen, sind besondere Herausforderungen, deren Ursachen nicht oder nicht nur in diesem Leben (Eltern, soziale Prägung, Umfeld) liegen, sondern im oder in vergangenen Leben.

In den unterschiedlichen astrologischen Schulen oder Richtungen wird über solche Fragen gestritten oder sich auseinandergesetzt. Über einige Faktoren sind sich allerdings viele einig:

Faktoren der karmischen Astrologie

  • Mondknoten
  • Rückläufige Planeten
  • Das zwölfte Haus
  • Saturn
  • Pluto
  • Das achte Haus

Diese Faktoren beschreiben besondere Aufgaben oder Herausforderungen für uns. Auch wenn die einzelnen Punkte noch genauer ausgeführt werden müssen, lässt sich schon hier festhalten, dass damit massive Schwierigkeiten verbunden sein können. Wenn es beispielsweise in diesem Leben nicht angelegt ist, eigene Kinder zu haben, dann kann man unter diesen Tatbestand leiden oder auch nicht, aber er wird sich im Horoskop finden lassen. Das heißt im Umkehrschluss natürlich nicht, dass jeder Astrologe das diagnostizieren oder prognostizieren könnte. Kein Faktor in der Astrologie ist so deterministisch, so vorbestimmt oder so eindeutig, dass es klar ist, dass jemand – um bei diesem Beispiel zu bleiben – keine Kinder bekommen kann. Aber es gibt Faktoren, die darauf hindeuten könnten und das können eben auch karmische Faktoren sein.

Letztlich kommen wir mit solchen Fragen immer auch in die Lage, dass wir im Grunde philosophisch und ethisch diskutieren müssen. Denn, wenn alles oder auch nur einige wichtige Faktoren (wie beispielsweise keine Kinder bekommen zu können) vorbestimmt sind, dann kann ich daran auch nichts ändern, sondern nur lernen, mich damit abzufinden oder das beste daraus zu machen. Möglicherweise entsteht daraus sehr viel Positives für mich und andere, weil ich zum Beispiel sehr intensiv um Kinder kümmere und für Kinder viel tue, wo ich sonst „nur“ für meinen eigenen  Kinder da gewesen wäre.

Aber an dem reinen Fakt kann ich nichts ändern. Keine Wandlung, keine Einsicht, keine Meditation, kein Erwachen, keine Transformation, keine Liebe kann dann den Faktor ändern, dass ich keine Kinder haben werde. Wie bei einem abgedrehten Film, wo auch jedes Detail der Handlung im Drehbuch steht. Es steht darin, ob ich das nun weiß oder nicht.

Oder aber, ich habe doch einen Einfluss auf die Ereignisse in meinem Leben. Dann wären bestimmte Themen wie Kinder zu bekommen durchaus Thema in meinem Leben, aber er wäre nicht festgelegt, was passieren wird. Eher bestimmt mein Umgang mit dem Thema, wie es sich in meinem Leben manifestiert. So in dem Sinn wie es Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke in ihrem bahnbrechenden Werk „ Krankheit als Weg“ für den Bereich Krankheit/Gesundheit dargestellt haben. In ihrer Beschreibung dient jede Krankheit dem Zweck, uns zu aufwachen zu bewegen. Die Krankheit ist am Körper gegenständlich geworden und so ist es uns möglich, abzulesen (zu sehen), was wir zu lernen haben, welche Lektion für uns ansteht. Wenn wir bereit sind, die mit der Krankheit der im erweiterten Sinn der Lebenskrise verbundenen Lernaufgaben anzugehen und zu bewältigen, dann ist die Krankheit, die Krise oder der Schicksalsschlag nicht mehr nötig.

Letztlich werden wir diese Frage nicht abschliessend beantworten können. Es scheint aber in jedem Fall so etwas wie Karma zu geben. Dieses Karma wird für uns zum Schicksal und so können wir an den Aufgaben und Herausforderungen unseres Lebens ablesen, welches Karma für uns zur Erfüllung kommen soll und wird. Oder wir schauen ins Horoskop und analysieren die Faktoren, die im Besonderen für Karma stehen.

- wird fortgesetzt -

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