2012 und Dschungelcamp

2012 und Dschungelcamp sind die Begriffe, denen man medial nicht mehr entgehen kann. Mit 2012 ist natürlich nicht nur die Jahreszahl gemeint, sondern der damit verbundene anscheinende Weltuntergang. Dieser Weltuntergang wird mit dem Ende des Maya Kalenders in Verbindung gebracht. Dieser soll am 21.12.2012 enden und damit eine Zeitenwende einläuten, die entweder den Aufstieg der Menschheit in die fünfte Dimension oder größere Katastrophen mit sich bringen soll.
Nach Meinung von Experten ist der Maya Kalender schon Oktober/November 2011 zu Ende gegangen. Ganz genau wissen wir es nicht, es scheint aber eine Tatsache zu sein, dass wir alle mit Krisen und Umbrüchen zu tun haben, seien diese äußerlich oder innerlich. Aber anstatt sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob es nicht sinnvoll wäre, tatsächlich umzudenken (Energie, Währung, Geldverteilung, Verteilung der Ressourcen, andere Formen des Miteinander), wird wieder nur Panik geschürt und die Sensationsgier befriedigt.

Tatsächlich kommt man sich manchmal so vor wie im alten Rom, wo die Unzufriedenheit der Massen durch Brot (Hartz 4)  und Spiele (Dschungelcamp, DSDS) kanalisiert wird. Selbst der Spiegel lässt es sich nicht nehmen, täglich vom Dschungelcamp zu berichten. Sind wir so voller Angst, dass wir nicht fähig sind, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Brauchen wir tatsächlich die Ablenkung und Überhöhung an sich banaler Vorkommnisse, um durch den Tag zu kommen?

Dabei sind die Möglichkeiten und das Potential dieser Zeit so groß wie noch nie. Wir können erwachen und es liegt letztlich bei uns, ob wir politisch und oder spirituell erwachen wollen. Wer bin ich? Warum bin ich hier? Was ist der Sinn meines Lebens? Die Krisen und Prophezeiungen zu diesem ominösen 2012 dienen im Prinzip nur dem Zweck, uns wach zu rütteln, damit wir erkennen, wer wir wirklich sind.

Sollte man nun abschalten, den Fernseher abschalten, die Zeitungsabo kündigen, das Modem deaktivieren, um einmal Ruhe vor dem immer mehr Zeit und Raum verschlingenden Internet zu haben? Vielleicht? Vielleicht einmal darüber nachdenken, wie viel Raum diese Dinge in meinem Leben und auch in mir einnehmen. Wie oft werde ich am Tag ans Dschungelcamp erinnert, wie oft – und das wird sich jetzt Tag und für Tag bis Ende Dezember in unerträglicher Weise steigern – muss ich mir anhören, dass 2012 die Welt untergeht? Vielleicht sollten wir unsere mentalen, unsere geistigen Kräfte nutzen, um das Spiel umzukehren: Wenn ich mit “Dschungelcamp” in Berührung komme, denke ich einfach an Liebe und wenn vom Untergang 2012 die Rede ist, dann denke ich ans Erwachen. Damit kann ich die Richtung dieser Dinge umkehren und die Energie für mich nutzen.

 

Wen diese Zusammenhänge noch mehr interessieren… am 17. Februar 2012 halte ich einen Vortrag in Kiel-Kronshagen “Erkenntnisse und Einblicke 2012″  … mehr Infos unter www.giesow.de

 

 

2 Antworten zu „2012 und Dschungelcamp“

  1. ursulaortmann sagt:

    Mal abgesehen davon, dass mir diese Weltuntergangsstimmung auch ziemlich auf die Nerven geht: Es gibt viele Menschen, die deswegen Angst haben. Und deswegen werden wir uns zigmal wiederholen müssen, dass das Jahr 2012 kein Weltuntergangsjahr ist. Es kann ein Jahr werden, in dem wir tiefe Einsichten in den Zusammenhang der Schöpfung und der Menschwerdung erhalten, wenn wir bereit sind, eine andere Sichtweise als die bisherige angelernte anzunehmen. Wenn wir aus unserem begrenzten Denken herausgehen, steht uns eine Fülle von Informationen zur Verfügung.
    Liebe Grüsse
    Ursula

  2. Mayank sagt:

    Sehr schöner Text (wieder einmal). Danke!
    Ergänzen möchte ich noch, dass viele meinen (b.z.w. diese falsche Information einfach nur nachplappern) dieser Jahr würden “alle Planeten in einer Reihe stehen”, was völliger Unsinn ist. Astrologisch ist am 21. 12. 2012 nichts Besonderes zu erkennen. (Lilith in Konjunktion mit Jupiter in den Zwillingen in Opposition zu Venus im Schützen, das Ganze im Quadrat zu Chiron in den Fischen ist nicht unbedingt “weltbewegend”).

    Gruß
    Mayank

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