In diesen spannungsreichen und aufwühlenden Zeiten können wir eine Menge lernen. Wir können einen Blick werfen auf unsere Ängste und wir können erkennen, woran und wie stark wir an bestimmten Dingen und Vorstellungen anhaften. Vielleicht ist uns materielle Sicherheit doch sehr viel wichtiger als wir das gedacht haben? Möglicherweise fühlen wir uns häufiger erschöpft und haben nur noch wenig Kraft für unsere Aufgaben oder für unsere Beziehung. Es scheint, als würden jetzt alle Themen unseres Lebens wieder auftauchen. Es ist wie eine Art globaler Prüfungssituation.
Sollte uns das bekannt vorkommen, dann stellen wir uns vielleicht die Frage, wie wir mit unserem Leben, mit der Herausforderungen dieser Zeit am besten umgehen sollen? Sicherlich möchte der eine oder andere von uns einfach mal den Kopf in den Sand stecken und abwarten, bis sich alles wieder beruhigt hat. Aber das scheint keine wirkliche Lösung zu sein.
Gut, manche Weisen behaupten, dass wir ohnehin nichts selbst entscheiden. Wir würden uns nur einbilden, dass wir einen freien Willen hätten. Das wir aber in Wirklichkeit nur Schauspieler im göttlichen Spiel sind und unsere Rollen so spielen, wie sie im Drehbuch anlegt sind. Wenn das wahr ist, dann können wir uns entspannen (wenn die Entspannung im Drehbuch steht
) und demütig abwarten, was das Göttliche noch so für lustige Pläne mit uns hat.
Andere weise Menschen behaupten aber andererseits (und publizieren dies auch), dass wir selbst der Gestalter unserer Welt sind. Wir kreieren mittels unseres Geistes die Umstände, die sich dann konkret um uns herum manifestieren. Im Einklang mit der göttlichen Schöpferkraft (die wir auch sind), können wir beginnen, das zu kreieren, was wir wirklich wollen. Oder, wir hören zumindest damit auf, das für uns negative und schädliche zu erschaffen.
Wieder einmal stehen wir vor einem scheinbar unauflösbaren Paradoxon. Ich will es mal so sagen: Wenn es uns möglich ist, unser Leben zu kreieren, dann ist es uns möglich, das zu tun. Wenn nicht, dann nicht.
Der Mensch denkt und Gott lenkt. Der Mensch dachte und Gott lachte. Lachen wir doch auch. Mal wieder.

November 20, 2011 um 5:38 vormittags |
im zweifelsfall
für selber gestaten