Unser Problem besteht darin, dass wir immer weglaufen. Dabei liegt Glück und Erfüllung immer im aktuellen Moment. Aber wir sind dazu konditioniert, diesem Moment auszuweichen. Letztlich ist das eine erlernte Strategie unseres Verstandes, der seine Vorherrschaft dadurch erhalten will, indem er zu verhindern sucht, dass wir präsent im Hier und Jetzt sind. Diese Präsens macht viele Gedankenkonstrukte überflüssig, was wiederum dem Verstand Angst macht.
In einer berühmten Geschichte wird der Buddha von einem Mörder verfolgt, der ihn töten will. Aber je schneller der Mörder auch läuft, er kann den achtsam einher schreitenden Buddha nicht einholen. Daraufhin schreit der Mörder: „Mönch bleib stehen!“ Worauf der Buddha sagt: „Ich bin längst stehen geblieben, du bist derjenige, der nicht stehen bleibt.“
Natürlich ist es ungewohnt für uns, wenn wir uns den Empfindungen und Gefühlen des aktuellen Moments aussetzen, aber wenn wir uns dieses immer wieder erlauben, dann verlieren diese Emotionen ihre Gewichtigkeit und alles wird ruhiger.