Wenn der Mond geht….

By astrobum

Der Neumond (siehe auch website Norbert Giesow) hat etwas zutiefst Mystisches. Der Mond ist schon vorher aus der Sichtbarkeit verschwunden. Und das ist mystisch und es macht auch Angst, denn wir Menschen haben es gelernt, uns auf unsere Sinne zu verlassen. Nur das, was wir sehen, hören, ertasten können etc. scheint uns wirklich zu sein. Die Nacht schränkt unsere Sinne in gewisser Weise ein. Wir können nicht mehr so gut sehen und der Seh-Sinn ist unser wichtigster geworden. Da freuen wir uns über den Mond, der das Dunkel der Nacht erhellt.

Wenn die Dunkelphase des Mondes kommt, dann wird uns dieses nächtliche Licht wieder genommen und wir sind der Dunkelheit ausgeliefert. In der tiefsten und dunkelsten Phase treffen dann Sonne und Mond aufeinander und etwas Neues wird gezeugt. Natürlich ist das Ergebnis dieser Zeugung vorerst nicht sichtbar, aber der neue Zyklus beginnt damit. 

Für uns Beobachter ist der neue Zyklus dann ersichtlich, wenn der Mond als schmale Sichel wieder erscheint. Dieses ist ein großer Moment der Freude, denn der verloren geglaubte Mond ist wieder da und mit ihm das Licht in der Dunkelheit und ein weiteres Mal haben wir unsere Ängste überstanden. Wenn schon nicht besiegt, doch wenigstens überlebt.

 

 

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