Seit ein paar Tagen befindet sich die Sonne im Schützen. Dieses ist in unseren Breiten die Zeit der größten Dunkelheit. Vielleicht steht auch deswegen der Schütze mit dafür, das innere Licht zu finden, ein Prozeß, der seinen Fortgang dann im Steinbock findet.
Wenn dann die Wintersonnenwende erreicht ist (dieses Jahr am 22. Dezember), werden die Tage allmählich wieder länger. Dieser Zeitpunkt wird in vielen Kulturen mit Lichtfesten gefeiert. Und auch bei uns liegt die Geburt von Jesus in diesen Tagen und wir feiern dies mit Weihnachten.
Die Wochen davor, die so genannte Adventszeit, ist die Phase mit der Sonne im Schützen. Innere Einkehr, ein Nachsinnen über den höheren Sinn in unserem Leben, spirituelle, religiöse und philosophische Betrachtungen und Mediationen wären jetzt angesagt. Statt dessen Weihnachtsrummel, Stress, Hektik, die Suche nach Konsum und Geschenken usw.
So schaffen wir es als Gesellschaft den Sinn dieser Zeit häufig in sein absolutes Gegenteil zu verkehren. Ich trete immer wieder ein für eine natürliche Rhythmik, die sich an den Jahreszeiten und den damit verbundenen Sinnzusammenhängen orientiert. Wir selber haben es in der Hand, die Phase mit der Sonne im Schützen für uns zu nutzen, auch wenn wir uns dafür etwas von dem Üblichen abgrenzen müssen. Das ist umso bedeutsamer, da sich Jupiter und Pluto am Ende des Schützen befinden und die Begegung der Sonne mit ihnen all diese Themen noch stärker in den Fokus bringen wird.
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